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Afghanistan : Tote bei Karzai-Gedenkfeier in Kandahar

  • Aktualisiert am

Bild: F.A.Z.

Während einer Gedenkfeier für den getöteten Halbbruder des afghanischen Präsidenten Karzai ist auf eine Moschee in Kandahar ein Anschlag verübt worden: Mindestens vier Menschen wurden getötet.

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          Ein Selbstmordattentäter hat bei einem Gottesdienst für den ermordeten Bruder des afghanische Präsidenten Hamid Karzai mindestens vier Menschen getötet. Der Täter zündete am Donnerstag in einer Moschee in Kandahar eine Bombe. Wie das Innenministerium mitteilte, ist unter den Toten auch einer der bedeutendsten islamischen Kleriker Afghanistans.

          Nach Angaben des Gouverneurs der südafghanischen Provinz sprengte sich der Attentäter im Inneren der Sara Jama Moschee von Kandahar in die Luft. Dort hatten sich zum Zeitpunkt des Angriffs zahlreiche Menschen versammelt, um des am vergangenen Dienstag ermordeten Vorsitzenden des Provinzrates, Ahmad Wali Karsai, zu gedenken. Der 50-Jährige war in seinem Haus in Kandahar erschossen worden. Der Tat hatten sich die radikal-islamischen Taliban bezichtigt.

          Zivilisten bei Militäraktion der Isaf getötet?

          Unterdessen sind bei einer Militäraktion der Internationalen Schutztruppe Isaf im Südosten Afghanistans nach Angaben örtlicher Behörden mindestens sechs Zivilisten getötet worden. Nato-Soldaten hätten drei Häuser in der Provinz Chost angegriffen und insgesamt sechs Bewohner getötet, darunter einen 13-jährigen Jungen und zwei Frauen, teilte die Provinzregierung am Donnerstag mit. Die Isaf wies die Vorwürfe zurück.

          Wie Sprecher Tim James sagte, wurden bei dem Einsatz am Mittwochabend sechs Angehörige des radikal-islamischen Hakkani-Netzwerks getötet, darunter auch eine bewaffnete Frau. Ziel der Aktion in der Grenzregion zu Pakistan sei ein Kommandeur der Aufständischen gewesen. Das Hakkani-Netzwerk ist vor allem in Ost- und Südostafghanistan aktiv und soll von Stützpunkten in Pakistan operieren. Wie die Taliban kämpft es gegen Nato-Truppen und die afghanische Regierung.

          Am Mittwoch waren bei einem Angriff Aufständischer zudem fünf französische Soldaten und ein afghanischer Zivilist getötet worden. Bei dem Angriff in der nordöstlichen Provinz Kapisa seien vier weitere Soldaten und drei Zivilisten verletzt worden. Die Isaf-Truppen hätten versucht, ein Treffen örtlicher Stammesältester zu schützen. Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy hatte am Vortag die französischen Truppen in Afghanistan besucht. Nach Angaben des Polizeichefs des Bezirks Tagab sprengte sich ein Selbstmordattentäter am frühen Mittag vor einem französischen Militärkonvoi in die Luft.

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