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Afghanistan : Tote bei Angriff auf Schiiten-Moschee

  • Aktualisiert am

Immer wieder Ziel von Anschlägen: Moscheen in Afghanistan (Symbolbild) Bild: AFP

Mehrere Menschen seien bei dem Selbstmordanschlag getötet worden, sagen Behörden der Provinz Paktia. Die Angreifer hätten in die Menge gefeuert, bevor sie ihre Sprengstoffgürtel zündeten, heißt es.

          Bei dem Selbstmordanschlag auf eine schiitische Moschee im Osten Afghanistans sind am Freitag nach neuen Angaben mindestens 20 Menschen getötet worden. Mindestens 50 weitere seien verletzt worden, sagte der Polizeichef der Provinz Paktia, Ras Mohammed Mandosai, der Nachrichtenagentur AFP. Der Selbstmordanschlag war während des Freitagsgebets im Inneren der Moschee in der Stadt Gardes verübt worden.

          Die Polizei befürchtete, dass die Opferzahl noch steigen könne. Ein Sprecher des Gouverneurs von Paktia gab die Totenzahl bereits mit 22 an. „Alle Opfer sind Gläubige,“ sagte der Polizeichef. Er fügte hinzu, dass mindestens zwei Angreifer das Feuer auf die Betenden in der Moschee eröffnet hätten, bevor sie Sprengsätze zündeten.

          Zuvor hatten die Gesundheitsbehörden in der Provinz Paktia zunächst von mindestens vier Toten und 60 Verletzten gesprochen. Auch sie hatten aber bereits befürchtet, dass die Opferzahl höher liegen könnte. In ganz Afghanistan wurden in den vergangenen Monaten vermehrt Anschläge verübt, die entweder den radikalislamischen Taliban oder der Dschihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) zugerechnet wurden. Zu dem Anschlag am Freitag in Gardes bekannte sich zunächst niemand.

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