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Afghanistan : Selbstmordanschlag auf Hotel in Kabul

  • Aktualisiert am

Polizeieinsatz am Intercontinental nach dem Anschlag Bild: dapd

Auf ein Luxushotel in der afghanischen Hauptstadt Kabul ist nach Polizeiangaben am Dienstag ein Selbstmordanschlag verübt worden. Über die Zahl der Toten und Verletzten herrscht noch Unklarheit.

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          Ein Terrorkommando der Taliban hat in der Nacht zum Mittwoch ein Luxushotel in der afghanischen Hauptstadt Kabul gestürmt und mehrere Menschen getötet. Mindestens drei Selbstmordattentäter hätten das Hotel Intercontinental angegriffen, sagte der Chefermittler der Kabuler Kriminalpolizei, Mohammad Sahir. Mehrere Menschen seien getötet oder verletzt worden.

          Die Polizei kämpfte tief in der Nacht noch gegen die Angreifer und lieferte sich Schusswechsel mit ihnen. Sahir wurde nach eigenen Angaben selbst durch einen Beinschuss verletzt.

          Der private Sender Tolo TV meldete, sechs Attentäter seien am Angriff auf das Intercontinental beteiligt. Mehr als zehn Menschen seien getötet oder verletzt worden. Die radikalislamische Taliban bezichtigten sich des Angriffs. Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid sagte, mehrere Attentäter seien in das Hotel eingedrungen. Einer habe sich in die Luft gesprengt. Zur Zeit des Angriffs seien zahlreiche Ausländer und Afghanen zu einem Treffen versammelt gewesen.

          Bild: F.A.Z.

          Internationales Treffen in Kabul am Sonntag und Montag

          In Kabul hatte am Sonntag und Montag ein internationales Afghanistan-Treffen stattgefunden. Daran hatte auch der deutsche Sonderbeauftragte für Afghanistan und Pakistan, Botschafter Michael Steiner, teilgenommen. Er war nach dpa-Information zum Zeitpunkt des Angriffs aber nicht mehr in Kabul. Der afghanische Innenminister und der Kabuler Polizeichef begaben sich noch in der Nacht zum Angriffsort, der von Sicherheitskräften weiträumig abgeriegelt wurde.

          Beim Angriff eines Taliban-Selbstmordkommandos auf das Serena-Hotel in Kabul - das einzige Fünf-Sterne-Hotel des Landes - waren im Januar 2008 sieben Menschen getötet worden, darunter ein norwegischer Journalist. Das Intercontinental liegt prominent auf einem Hügel in der Hauptstadt und ist das älteste Luxushotel in Afghanistan. Es nahm bereits 1969 seinen Betrieb auf, gehört aber seit langem nicht mehr zu der gleichnamigen internationalen Kette.

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