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Afghanistan : Schwere Gefechte mit den Taliban

  • Aktualisiert am

Schwere Verluste für die Taliban Bild: dpa

Die Kämpfe in Afghanistan haben abermals einen hohen Blutzoll gefordert: Bei Gefechten zwischen den Streitkräften der internationalen Gemeinschaft und der Taliban kamen mindestens 170 Rebellen ums Leben.

          Bei schweren Gefechten in Südafghanistan sind nach Militärangaben mehr als 170 Kämpfer der radikalislamischen Taliban und zwei Soldaten der Koalitionstruppen getötet worden. Die amerikanischen Streitkräfte teilten mit, in der Provinz Helmand seien bei Kämpfen mindestens 105 Aufständische ums Leben gekommen. In der Provinz Urusgan hätten afghanische Sicherheitskräfte und Koalitionssoldaten bereits in der Nacht Stellungen der Rebellen angegriffen, die einen Hinterhalt geplant hätten. Dabei starben 66 Taliban-Kämpfer und ein Armeeangehöriger.

          In beiden Provinzen hatten Aufständische die Soldaten mit Mörsern, Maschinengewehren und Panzerfäusten angegriffen. Die Truppen forderten Unterstützung aus der Luft an und bombardierten die Stellungen der Taliban. In Helmand setzte die Koalition zudem Artillerie ein. Dabei wurde ein Koalitionssoldat getötet und vier weitere verletzt.

          Isaf-Hubschrauber legt Bruchlandung hin

          Bei der Bruchlandung eines Hubschraubers der Internationalen Schutztruppe Isaf sind in der nordwestafghanischen Provinz Badghis nach Militärangaben keine Soldaten verletzt oder getötet worden. Nach offiziellen Angaben habe es keinen feindlichen Beschuss gegeben. Die Unfallursache werde untersucht.

          Karzai dankte vor den Vereinten Nationen den Truppen für ihre Aufbauarbeit

          Ein Sprecher der Taliban sagte dagegen, Aufständische hätten den Helikopter abgeschossen. Alle Soldaten an Bord seien ums Leben gekommen. Der Hubschrauber sollte Polizisten bergen, die bei einem Anschlag verletzt worden waren.

          Karsai erbittet weitere Unterstützung

          Der afghanische Präsident Hamid Karsai hat die internationale Gemeinschaft gebeten, die Ausbildung und den Ausbau der Sicherheitskräfte seines Landes weiter zu unterstützen. Im Kampf gegen die wiedererstarkten Taliban sei es wichtig, dass die afghanischen Streitkräfte und Polizei eine Führungsrolle ausüben können, sagte Karsai am Dienstag in der Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York.

          Karsai lobte die amerikanische Unterstützung im Kampf gegen die Aufständischen, forderte die Koalition aber zugleich auf, bei ihren Einsätzen Verluste in der Zivilbevölkerung zu vermeiden. „Ich betone die Bedeutung größter Vorsicht auf der Seite der internationalen Truppen in Afghanistan ebenso wie eine stärkere Koordination mit den afghanischen Behörden, um Opfer in der Zivilbevölkerung zu vermeiden“, sagte er.

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