https://www.faz.net/-gpf-10av0

Afghanistan : Raketenangriff auf deutsches Feldlager

  • Aktualisiert am

Verteidigungsminister Franz Josef Jung mit Soldaten der Bundeswehr in Afghanistan Bild: AP

Verteidigungsminister Jung hat Raketenangriffe auf das Feldlager der Bundeswehr und auf die schnelle Eingreiftruppe bestätigt. Verletzt wurde niemand. Jung sagte, dass Deutschland sich trotz zunehmender Angriffe auf deutsche Soldaten nicht in einem Krieg befinde.

          1 Min.

          Auf das Feldlager der Bundeswehr in Kundus hat es am Montag nach Angaben von Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) einen Raketenangriff gegeben. Außerdem hat es einen Anschlag auf die deutsche schnelle Eingreiftruppe (Quick Reaction Force/QRF) gegeben. Nähere Einzelheiten nannte Jung am Dienstag nicht. Nach einem Zeitungsbericht schlug die Rakete auf dem Gelände ein, ohne Schaden anzurichten.

          Jung sagte, dass sich die Bundeswehr in Afghanistan trotz der zunehmenden Angriffe auf deutsche Soldaten nicht in einem Krieg befinde. „Unsere Soldaten sind dort in einem Stabilisierungseinsatz. Das heißt, sie schützen, sie helfen, sie vermitteln. Aber sie müssen auch kämpfen.“

          Vertrauen der afghanischen Bevölkerung gewinnen

          Das Bundeskabinett will am heutigen Dienstag das aktualisierte Afghanistan-Konzept billigen. Jung kündigte an, Deutschland werde die Mittel für zivile Maßnahmen „erheblich aufstocken, von 80 Millionen auf 140 Millionen (Euro)“. Für die Landwirtschaft und die Versorgung der afghanischen Bevölkerung werde Deutschland „noch einmal 30 Millionen (Euro) ins Blickfeld nehmen“.

          Es gehe darum, die Bevölkerung zu unterstützen und ihr Vertrauen zu gewinnen, „um letztlich hier in Afghanistan erfolgreich sein zu können“, sagte der Verteidigungsminister. Nur mit militärischen Mitteln werde dies nicht gelingen.

          Weitere Themen

          Aufbruchstimmung passé Video-Seite öffnen

          Tunesien in politischer Krise : Aufbruchstimmung passé

          Das Musterland des Arabischen Frühlings befindet sich in einer kritischen Lage. Viele Tunesier erleben ihre Situation heute sogar schlechter als während der autoritären Herrschaft bis 2011. Die Krise gilt jedoch als hausgemacht.

          Topmeldungen

          Naturschutz vs. Tourismus : Der Wald ist voll

          Harald Löschner und Robert Carrera lieben beide den Wald. Das hat sie zu erbitterten Gegnern gemacht. Der eine will die Menschen ins Herz des Taunus-Walds führen – der andere will sie von dort fernhalten.
          Baerbock entschuldigte sich dafür, das N-Wort „reproduziert“ zu haben.

          Baerbock und das N-Wort : Moralische Panik

          Bei den Grünen meint man: Auch wer im Sinne des Anti-Rassismus spricht, verbreitet Rassismus weiter, wenn er Rassismus zitiert. Wer den Kontext aus der Sprache verbannen will, unterscheidet sich allerdings nicht von islamischen Fundamentalisten.
          Überall Flatrate und angeblich alles günstig: Wer hat bei diesen Prospekten der Mobilfunkanbieter noch den Durchblick?

          Mobilfunk : Durchblick im Tarifdschungel

          Immer mehr Mobilfunkangebote sprießen aus dem Boden, wie die neuen Jahrespakete einiger Lebensmitteldiscounter. Das Angebot ist verwirrend. Wir bringen Licht ins Dunkle.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.