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Nach Rückkehr der Taliban : Afghanistan muss wirtschaftlich auf die Beine kommen

Schon vor dem Sieg der Taliban in Betrieb: Ein afghanischer Polizist an einem Waggon auf der Eisenbahnstrecke an der Nordgrenze zu Usbekistan. Bild: AFP

Die afghanische Wirtschaft ist kollabiert. Um das Land zu stabilisieren, müssen Arbeitsplätze geschaffen werden. Usbekistan schlägt dazu eine Eisenbahntrasse durch Afghanistan vor.

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          Ein Jahr nach der Rückkehr der Taliban an die Macht haben sich in der Staaten­gemeinschaft die Erkenntnis und Bereitschaft durchgesetzt, in Afghanistan der zi­vilen Bevölkerung zu helfen. Die Formel dazu lautet „humanitäre Hilfe plus“. Damit verbunden ist die Hoffnung, den völligen Zusammenbruch der afghanischen Staatlichkeit zu verhindern und die reglose afghanische Wirtschaft wiederzubeleben. Auch unter Herrschaft der Taliban brauchen die mehr als 40 Millionen Afghanen einen funktionierenden Staat und Arbeit, um in einem Gemeinwesen überleben zu können.

          Rainer Hermann
          Redakteur in der Politik.

          Humanitäre Nothilfe ist unbestritten. Wer Arbeit hatte, hat sie verloren, jeder zweite Afghane hungert. Keine Einigung gibt es bislang zum Umfang der entwicklungspolitischen Maßnahmen, nur darüber, dass sie notwendig sind. So soll etwa sichergestellt werden, dass Lehrer und Ärzte wieder Gehälter bekommen, damit die öffentlichen Dienstleistungen im Bildungs- und Gesundheitsweisen wieder funktionieren.

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