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Humanitäre Katastrophe : Familien in Afghanistan lassen unterernährte Kinder zurück

Ein Mann verteilt Brot vor einer Bäckerei in Kabul. Bild: AP

Mit jedem Tag schlittert Afghanistan tiefer in die humanitäre Krise hinein. Hilfe wird durch viele Faktoren erschwert – Schuld sind nicht nur die Taliban.

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          Am Freitag veröffentlichten die Taliban eine neue Verordnung. „Spezialdekret, erlassen vom Führer aller Gläubigen, zu Frauenrechten“, ist das Dokument betitelt. Taliban-Emir Haibatullah Akhundzada stellt darin klar, dass eine Frau kein Eigentum ist, sondern „ein edler, freier Mensch“.  Niemand könne eine Frau in die Ehe zwingen oder dürfe sie zur Beilegung eines Konflikts an andere übergeben. Auch die Entscheidungsfreiheit einer Witwe und ihr Erbrecht werden in dem Erlass unter anderem festgelegt. Das entspricht im Wesentlichen den im Islam seit jeher garantierten Rechten, die auch in  Afghanistan schon geltende Rechtslage waren, wenngleich die Realität vieler Frauen auf dem Land anders aussieht. Doch das im Internet in vielen Kanälen verbreitete Dokument richtet sich eben nicht nur an die afghanischen Institutionen, die es nun publik machen  sollen, sondern vor allem auch an die internationale Gemeinschaft. 

          Alexander Haneke
          Redakteur in der Politik.

          Mit jedem Tag schlittert Afghanistan tiefer in die humanitäre Krise hinein. Schon vor der Machtübernahme der Taliban im Sommer litt das Land unter einer der schwersten Dürren seit Jahrzehnten. Seit die Islamisten in Kabul regieren, haben die internationalen Geber, die zuvor den größten Teil des afghanischen Staatshaushaltes beisteuerten, alle direkten Hilfen gestrichen. Washington fror zudem fast zehn Milliarden Dollar ein, die als Devisenreserven der afghanischen Zentralbank in den Vereinigten Staaten liegen, und belegte das Land mit strengen Finanzsanktionen.

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