https://www.faz.net/-gpf-6x6m2

Afghanistan-Einsatz : Realistische Ziele

  • -Aktualisiert am

Die Bundeswehr am Hindukusch - hat das gelohnt? Bild: dapd

Auch wenn die Bundeswehr ein Jahr länger in Afghanistan bleibt, ist längst klar, dass der Einsatz nicht mit einem großen Sieg enden wird. Es wäre schon viel erreicht, wenn am Ende keine große Niederlage stünde.

          1 Min.

          Eines haben der Konflikt in Afghanistan und die Schuldenkrise in Europa gemeinsam. Das Publikum ruft nach schneller Lösung, die es realistischerweise nicht geben kann. Verteidigungsminister de Maizière hat deshalb recht, wenn er sagt, die internationale Gemeinschaft habe noch einen langen Weg in Afghanistan vor sich.

          Die Termine für den allmählichen Abzug der ausländischen Kampftruppen sind denn auch mehr den innenpolitischen Gegebenheiten in den Entsendeländern als den Verhältnissen am Hindukusch geschuldet. Wie weit Afghanistan in einigen Jahren wirklich sicherheitspolitisch auf eigenen Füßen stehen kann, ist unklar.

          Eine klare Niederlage sollte sich vermeiden lassen

          Dass der Militäreinsatz nicht mit einem großen Sieg enden wird, weiß man schon heute. Eine klare Niederlage sollte sich aber vermeiden lassen; unter anderem dadurch, dass man realistische Ziele verfolgt. Wenn Afghanistan nicht im Bürgerkrieg versänke, wenn ausländische Terroristen auch nach Abzug der westlichen Truppen dort keine Zuflucht (mehr) fänden, dann könnte man mit Thomas de Maizière sagen: Der Einsatz war richtig.

          Peter Sturm

          Redakteur in der Politik, zuständig für „Politische Bücher“.

          Folgen:

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Amerikas Präsident Donald Trump hält eine Bibel bei einem Fototermin vor einer Kirche in die Luft.

          Proteste in Amerika : Trump will eine militärische Lösung

          Präsident Trump droht, die Unruhen im ganzen Land mit der Armee niederzuschlagen. Er will sich notfalls über den Willen der Gouverneure hinwegsetzen. Aus seiner eigenen Partei kommt kaum Gegenwind.

          Neue Häuser : Nicht auf den Leim gegangen

          Mehrfamilienhäuser aus Holz gibt es schon einige. Die Baugemeinschaft von „MaxAcht“ in Stuttgart hat die Ansprüche noch ein bisschen höher geschraubt.
          Gladbacher Notlösung: Pappkameraden als Fußballfan-Dekoration.

          Heimvorteil ist weg : Wie ist denn nun der Geisterfußball in Corona-Zeiten?

          Vier Bundesliga-Spieltage ohne Zuschauer sind gespielt. Die Datenanalyse zeigt: Der Fußball hat sich weniger verändert als befürchtet. Die Spieler sind unerwartet fit. Doch für die Fans gibt es einen beruhigenden Trend.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.