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Afghanistan : Deutscher Soldat erliegt Spätfolgen eines Attentats

  • Aktualisiert am

Im Kampfeinsatz: Ein deutscher Soldat der Isaf-Truppe in Faizabad Bild: AP

Ein 24 Jahre alter Bundeswehrsoldat ist an den Folgen eines Attentats in Afghanistan gestorben. Das teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums mit. Bei dem Anschlag Anfang August wurden drei Soldaten verletzt, zwei davon schwer.

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          Ein 24 Jahre alter Bundeswehrsoldat ist an den Spätfolgen eines Selbstmordanschlags in Afghanistan gestorben. Der Fallschirmjäger sei bereits bei einem Anschlag am 6. August 2008 verletzt worden, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Montag in Berlin. Bei dem Anschlag wurden damals insgesamt drei Soldaten verletzt, zwei davon schwer.

          Damit sind bislang 36 Soldaten in Afghanistan ums Leben gekommen, davon 17 bei Anschlägen und Gefechten. Das Verteidigungsministerium erklärte, der Tod des Soldaten zeige, wie gefährlich der Einsatz sei.

          Tote bei Kämpfen

          Die anhaltenden Kämpfe in Afghanistan haben unterdessen wieder zwei Nato-Soldaten das Leben gekostet. Wie das Militärbündnis am Montag mitteilte, erlag ein Soldat seinen schweren Verletzungen, die er am Sonntag bei einem Angriff der Aufständischen im Süden des Landes erlitten hatte. Ein weiterer Soldat wurde am Montag bei der Explosion einer am Straßenrand versteckten Bombe in Südafghanistan getötet. Zur Nationalität der Soldaten wurde nichts mitgeteilt.

          Am Wochenende hatten Hunderte Aufständische im Osten Afghanistans zwei von einheimischen und amerikanischen Soldaten besetzte Stützpunkte überfallen und eines der schwersten Gefechte seit Beginn des internationalen Einsatzes ausgelöst. Acht amerikanische Soldaten und mehrere afghanische Sicherheitskräfte wurden bei den Kämpfen in der Provinz Nuristan, nahe der Grenze zu Pakistan, getötet.

          Auszählung strittiger Stimmen bei Präsidentenwahl

          In Afghanistan hat am Montag die Auszählung der strittigen Stimmen zur Präsidentenwahlen vom 20. August begonnen. In der kommenden Woche sei mit einer Entscheidung zu rechnen, ob Präsident Hamid Karzai schon im ersten Wahlgang gewonnen hat oder ob er sich einer Stichwahl gegen seinen Hauptrivalen Abdullah Abdullah stellen muss, teilte die Wahlkommission mit. Sollte es zur Stichwahl kommen, dann müsste diese innerhalb von drei Wochen nach der Bekanntgabe des Ergebnisses stattfinden.

          In der Führung der Vereinten Nationen in Kabul dauert unterdessen der Streit über den Umgang mit den Wahlbetrugsvorwürfen an. Er nehme seinen Vorwurf an den UN-Afghanistan-Chef Kai Eide, den Fälschungshinweisen nicht entschieden genug nachgegangen zu sein, nicht zurück, sagte der amerikanische Diplomat Peter Galbraith am Montag. Wegen seiner Kritik an Eide war Galbraith vergangene Woche als Stellvertreter Eides in Afghanistan gefeuert worden. „Es ging um Meinungsverschiedenheiten, wie die UN weiter vorgehen sollten“, sagte Galbraith dem Sender ABC.

          Nach den vorläufigen Ergebnissen der Wahl in Afghanistan gewann Karzai eine absolute Mehrheit. Die von den Vereinten Nationen unterstützte Wahlbeschwerdekommission in Kabul ordnete aber eine Neuauszählung der Stimmen aus rund zehn Prozent der Wahlbezirke an, bevor ein Endergebnis verkündet werden könne. Nach Einschätzung von EU-Diplomaten und von Galbraith reicht dies nicht, weil in weit massiverem Umfang gefälscht worden sei.

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