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Afghanistan : Friede den Städten, Krieg den Dörfern?

Donald Trump will den „endlosen Krieg“ in Afghanistan beenden. Hier spricht er vor Soldaten auf der Luftwaffenbasis Bagram. Bild: AFP

In Afghanistan soll es erst einmal sieben Tage lang eine „Gewaltreduzierung“ geben. Dann könnte ein Abkommen zwischen Washington und den Taliban unterschrieben werden. Und dann?

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          Man müsse in Afghanistan „dem Frieden eine Chance geben“, sagte der amerikanische Verteidigungsminister Mark Esper. Das gehe aber nur auf dem Wege einer politischen Vereinbarung – und wenn man bereit sei, Risiken einzugehen. Das war vor einer Woche auf der Münchner Sicherheitskonferenz, als es erste Berichte gab, wonach sich die Amerikaner und die Taliban nach langen Verhandlungen auf ein Abkommen geeinigt hätten.

          Christian Meier

          Redakteur in der Politik.

          Seither sind einige Details zu der Vereinbarung bekanntgeworden, auch wenn die kompletten Bestimmungen bis dato nicht öffentlich gemacht wurden und zentrale Fragen offenblieben. Doch nun soll es schnell gehen: Radio Free Europe berichtete am Freitag unter Berufung auf ranghohe Taliban-Mitglieder sowie den Sprecher des afghanischen Nationalen Sicherheitsrats, dass die erste Phase des Abkommens schon an diesem Samstag um Mitternacht beginnen solle: die sogenannte „Gewaltreduzierung“.

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