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Zukunft Afghanistans : Die schwierigen Fragen kommen erst noch

Präsentiert die Einigung: Präsident Ashraf Ghani vor der Loya Dschirga Bild: EPA

Die Stammesversammlung hat gesprochen. Ob ihr Beschluss zur Freilassung von 400 Taliban den Friedensprozess in Afghanistan voranbringt, ist aber nicht garantiert. Es gibt reichlich Unwägbarkeiten. Eine Analyse.

          3 Min.

          Präsident Aschraf Ghani stand am Abschlusstag der großen afghanischen Ratsversammlung auf dem Podium und hielt das Dokument in die Höhe, das ihm vom Versammlungsleiter Abdullah Abdullah überreicht worden war. Binnen drei Tagen hatte die „Loya Dschirga“ getan, wozu sie vom Präsidenten einberufen worden war: In der Resolution sprachen sich die etwa 3400 Delegierten, die in die Hauptstadt Kabul gekommen waren, für die Freilassung von 400 inhaftierten und verurteilten Taliban-Kämpfern aus.

          Christian Meier
          Politischer Korrespondent für den Nahen Osten und Nordostafrika.

          „Der Ball ist nun im Feld der Taliban“, sagte Ghani, und Abdullah sekundierte, die Loya Dschirga habe „die letzte Ausrede und das letzte Hindernis auf dem Weg zu Friedensverhandlungen beseitigt“. Abdullah, der vor einigen Monaten noch Ghanis Rivale um die Präsidentschaft war, ist seit einer Verständigung über eine Machtaufteilung für den Friedensprozess zuständig.

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