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UN sprechen von „Durchbruch“ : Afghanische Regierung und Taliban erzielen Abkommen

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Ein afghanischer Soldat zeigt das Victory-Zeichen am 24. September in Herat. Bild: EPA

Nach vielen Monaten der Verhandlungen unterzeichnen Kabul und die mächtigen Aufständischen erstmals eine Vereinbarung. Weist sie den den Weg zum Frieden?

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          Die monatelangen Verhandlungen zwischen der afghanischen Regierung und den radikalislamischen Taliban sind einen zentralen Schritt vorangekommen. Erstmals seit dem Ausbruch des Krieges vor 19 Jahren unterzeichneten beide Seiten nach eigenen Angaben ein schriftliches Abkommen. In der vorläufigen Vereinbarung wird der Weg für weitere Gespräche festgeschrieben, in denen es um konkretere Themen gehen soll, wie etwa eine Waffenruhe.

          „Dieser Durchbruch sollte ein Sprungbrett sein, um den von allen Afghanen gewünschten Frieden zu erreichen“, schrieb die Afghanistan-Gesandte der Vereinten Nationen, Deborah Lyons, am Mittwoch auf Twitter. Der Sonderbeauftragte der Vereinigten Staaten, Zalmay Khalilzad, erklärte, die Vereinbarung zeige, „dass die Verhandlungsparteien sich auf schwierige Fragen einigen können“.

          Beide Seiten haben seit Monaten in Katars Hauptstadt Doha Gespräche geführt, während in Afghanistan der Krieg weitertobte. Die Taliban lehnten es ab, bereits in dieser Vorbereitungsphase der Verhandlungen einer Feuerpause zuzustimmen. Sie wollten das Thema erst angehen, wenn klar sei, wie die nächste Phase der Gespräche aussehen solle. Die nun getroffene Vereinbarung macht dafür den Weg frei.

          In dem drei Seiten langen Abkommen hätten beide Seiten „Regeln und Verfahren für ihre Verhandlungen über eine politische Roadmap und einen umfassenden Waffenstillstand“ festgelegt, sagte Khalilzad.

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