https://www.faz.net/-gpf-a646y

UN sprechen von „Durchbruch“ : Afghanische Regierung und Taliban erzielen Abkommen

  • Aktualisiert am

Ein afghanischer Soldat zeigt das Victory-Zeichen am 24. September in Herat. Bild: EPA

Nach vielen Monaten der Verhandlungen unterzeichnen Kabul und die mächtigen Aufständischen erstmals eine Vereinbarung. Weist sie den den Weg zum Frieden?

          1 Min.

          Die monatelangen Verhandlungen zwischen der afghanischen Regierung und den radikalislamischen Taliban sind einen zentralen Schritt vorangekommen. Erstmals seit dem Ausbruch des Krieges vor 19 Jahren unterzeichneten beide Seiten nach eigenen Angaben ein schriftliches Abkommen. In der vorläufigen Vereinbarung wird der Weg für weitere Gespräche festgeschrieben, in denen es um konkretere Themen gehen soll, wie etwa eine Waffenruhe.

          „Dieser Durchbruch sollte ein Sprungbrett sein, um den von allen Afghanen gewünschten Frieden zu erreichen“, schrieb die Afghanistan-Gesandte der Vereinten Nationen, Deborah Lyons, am Mittwoch auf Twitter. Der Sonderbeauftragte der Vereinigten Staaten, Zalmay Khalilzad, erklärte, die Vereinbarung zeige, „dass die Verhandlungsparteien sich auf schwierige Fragen einigen können“.

          Beide Seiten haben seit Monaten in Katars Hauptstadt Doha Gespräche geführt, während in Afghanistan der Krieg weitertobte. Die Taliban lehnten es ab, bereits in dieser Vorbereitungsphase der Verhandlungen einer Feuerpause zuzustimmen. Sie wollten das Thema erst angehen, wenn klar sei, wie die nächste Phase der Gespräche aussehen solle. Die nun getroffene Vereinbarung macht dafür den Weg frei.

          In dem drei Seiten langen Abkommen hätten beide Seiten „Regeln und Verfahren für ihre Verhandlungen über eine politische Roadmap und einen umfassenden Waffenstillstand“ festgelegt, sagte Khalilzad.

          Weitere Themen

          Ein-Euro-Mahlzeiten gegen die Wut

          Corona-Krise in Frankreich : Ein-Euro-Mahlzeiten gegen die Wut

          Frankreichs Studenten fühlen sich in der Corona-Krise von der Regierung in Paris im Stich gelassen. Die will den Studenten jetzt mit Gutscheinen für einen kostenlosen Psychologen-Besuch und Ein-Euro-Mahlzeiten helfen.

          Topmeldungen

          Eine Frau telefoniert in einer Telefonzentrale für die Arzthotline 116117 des ärztlichen Bereitschaftsdienstes.

          Keine Impftermine möglich : Nette, aber hilflose Impfhotlines

          Die Impfstoffbeschaffung ist Bundessache, das Verabreichen aber die der Länder. In keinem von ihnen lässt sich ein Termin für eine Impfung vereinbaren. Die Länder halten den Bund für schuldig – und Pfizer.
          Das erste Interview nach seiner Wahl zum CDU-Vorsitzenden: Ministerpräsident Armin Laschet in der Düsseldorfer Staatskanzlei.

          Interview mit Armin Laschet : „Auch mit Friedrich Merz“

          Ein Gespräch mit dem neuen CDU-Vorsitzenden Armin Laschet über die Einbindung des unterlegenen Konkurrenten, die Kanzlerkandidatur, den Kampf gegen Corona, sein Verhältnis zu Russland, die Seidenstraße – und über Twitter.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.