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Chrupalla in Moskau : Klagen an der Kremlmauer

Alles gut hier: Tino Chrupalla nach einer Pressekonferenz in Moskau am 24. Juni Bild: AP

Der AfD-Vorsitzende Chrupalla übt sich in Moskau als Sprachrohr russischer Propaganda. Bisweilen verheddert er sich dabei in der eigenen Argumentation.

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          Tino Chrupalla erhält in Moskau Empfänge wie kein anderer deutscher Politiker. Im Dezember lud Außenminister Sergej Lawrow den Ko-Parteivorsitzenden und stellvertretenden Vorsitzenden der Bundestagsfraktion der AfD zusammen mit einem weiteren AfD-Abgeordneten zum Mittagessen ein, offenkundig als Retourkutsche für Bundeskanzlerin Angela Merkels (CDU) Besuch am Berliner Krankenbett des vergifteten russischen Oppositionsführers Alexej Nawalnyj.

          Friedrich Schmidt
          Politischer Korrespondent für Russland und die GUS in Moskau.

          Jetzt war Chrupalla wieder in der russischen Hauptstadt: als Spitzenkandidat seiner Partei für die Bundestagswahl Ende September; das ist er zusammen mit der Ko-Fraktionsvorsitzenden Alice Weidel, die vor kurzem ebenfalls in Moskau war. Dieses Mal kam er auf Einladung von Verteidigungsminister Sergej Schojgu, berichtete Chrupalla am Donnerstagabend auf einer Pressekonferenz im Hotel National am Kreml. Auf einer Konferenz von Schojgus Ministerium hatte er eine Rede zu Cybersicherheit gehalten und beklagt, seine Partei werde von deutschen „Systemmedien“ ausgegrenzt.

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