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Ägypten und die Arabellion : Die Narben der Tahrir-Revolution

Panzer der ägyptischen Armee und Demonstranten auf dem Tahrir-Platz in Kairo Ende Januar 2011 Bild: Helmut Fricke

Was bleibt von der Arabellion vor zehn Jahren? In Ägypten vor allem viele politische Häftlinge, Angst, Repression – und nur vereinzelt ein wenig Hoffnung.

          7 Min.

          Es ist ein Mittwoch, und das bedeutet, dass Laila Soueif morgens etwas zu essen einpackt und ins Gefängnis fährt. An diesem Tag gibt es Molukhiya, eine dickliche grüne, spinatähnliche Suppe, ein typisch ägyptisches Gericht. Man riecht es immer noch in ihrer Wohnung, dabei ist es draußen längst wieder dunkel an diesem Abend im Dezember. Die Molukhiya steht aber immer noch in der Küche oder genauer: wieder. Der Grund dafür ist, dass es Ärger gegeben hat mit den Gefängniswärtern von Alaa, ihrem Sohn.

          Christian Meier
          Politischer Korrespondent für den Nahen Osten und Nordostafrika.

          Mittwochs fährt Laila Soueif zum Gefängnis, um Dinge dort abzugeben: Essen, Lebensmittel, Drogerieartikel. Und einen Brief. Bestenfalls bekommt sie umgekehrt ebenfalls einen Brief. Manchmal bereiten die Wärter aber auch Schwierigkeiten. An diesem Tag verweigerten sie unter anderem die Molukhiya, frischgepressten Saft, entrahmte Milch, Toilettenpapier, Spülmittel, Olivenöl und Honig. Warum gerade diese Dinge? „Es ist völlig willkürlich“, sagt sie.

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