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Anschlag in Ägypten : Zahl der Todesopfer steigt auf mehr als 300

  • Aktualisiert am

Verletzte nach dem Anschlag in Ägypten Bild: AP

Unter den Toten sind Dutzende Kinder. Die Armee reagierte auf das Attentat mit Luftangriffen auf Fahrzeuge, Waffenlager und Verstecke der mutmaßlichen Terroristen.

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          Die Zahl der Todesopfer bei dem verheerenden Anschlag vom Freitag in Ägypten hat sich auf mindestens 305 erhöht. Unter den Toten seien auch 27 Kinder, berichtete das ägyptische Staatsfernsehen am Samstag unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Terroristen hatten am Freitag eine Moschee in Bir al Abed im Norden der Sinai-Halbinsel angegriffen.

          Die ägyptische Armee reagierte noch in der Nach auf Samstag auf das Attentat. Die Luftwaffe habe mehrere Fahrzeuge zerstört, die bei dem Angriff auf die Moschee benutzt worden seien, teilte ein Sprecher der ägyptischen Streitkräfte auf seiner offiziellen Facebookseite mit. Eine nicht näher bezifferte Anzahl von Verdächtigen sei dabei getötet worden.

          Sisi kündigt „harte Antwort“ an

          „Die Angriffe trafen auch mehrere Verstecke der Terroristen, in denen Waffen und Munition versteckt wurden“, sagte der Sprecher. Ägyptens Präsident Abdel Fattah al Sisi hatte nach dem Anschlag umgehend eine „harte Antwort“ angekündigt.

          Die private Nachrichtenseite Al Masry al Youm berichtete, dass mehr als 20 Angreifer mit automatischen Waffen an dem Anschlag auf die Moschee beteiligt gewesen sein sollen. Die Attentäter hatten die von einem Sufi-Orden genutzte Moschee während des Freitagsgebets mit Sprengsätzen und Schusswaffen angegriffen. Bislang bekannte sich noch niemand zu der Tat.

          Viele der Getöteten sind nach Angaben von Augenzeugen noch am Freitag in Massengräbern beerdigt worden. Ägypten verhängte eine dreitägige Staatstrauer. Auf der Sinai-Halbinsel kommt es immer wieder zu terroristischen Angriffen eines Ablegers der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS). Vor allem Sicherheitskräfte sind im Visier der Islamisten. Militär und Polizei gehen in der Region massiv gegen mutmaßliche Terroristen vor. Bei Razzien kam es zuletzt häufiger zu tödlichen Schusswechseln. Die Region im Norden der Halbinsel ist zu großen Teilen militärisches Sperrgebiet.

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