https://www.faz.net/-gpf-944ro

Anschlag in Ägypten : Zahl der Todesopfer steigt auf mehr als 300

  • Aktualisiert am

Verletzte nach dem Anschlag in Ägypten Bild: AP

Unter den Toten sind Dutzende Kinder. Die Armee reagierte auf das Attentat mit Luftangriffen auf Fahrzeuge, Waffenlager und Verstecke der mutmaßlichen Terroristen.

          1 Min.

          Die Zahl der Todesopfer bei dem verheerenden Anschlag vom Freitag in Ägypten hat sich auf mindestens 305 erhöht. Unter den Toten seien auch 27 Kinder, berichtete das ägyptische Staatsfernsehen am Samstag unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Terroristen hatten am Freitag eine Moschee in Bir al Abed im Norden der Sinai-Halbinsel angegriffen.

          Die ägyptische Armee reagierte noch in der Nach auf Samstag auf das Attentat. Die Luftwaffe habe mehrere Fahrzeuge zerstört, die bei dem Angriff auf die Moschee benutzt worden seien, teilte ein Sprecher der ägyptischen Streitkräfte auf seiner offiziellen Facebookseite mit. Eine nicht näher bezifferte Anzahl von Verdächtigen sei dabei getötet worden.

          Sisi kündigt „harte Antwort“ an

          „Die Angriffe trafen auch mehrere Verstecke der Terroristen, in denen Waffen und Munition versteckt wurden“, sagte der Sprecher. Ägyptens Präsident Abdel Fattah al Sisi hatte nach dem Anschlag umgehend eine „harte Antwort“ angekündigt.

          Die private Nachrichtenseite Al Masry al Youm berichtete, dass mehr als 20 Angreifer mit automatischen Waffen an dem Anschlag auf die Moschee beteiligt gewesen sein sollen. Die Attentäter hatten die von einem Sufi-Orden genutzte Moschee während des Freitagsgebets mit Sprengsätzen und Schusswaffen angegriffen. Bislang bekannte sich noch niemand zu der Tat.

          Viele der Getöteten sind nach Angaben von Augenzeugen noch am Freitag in Massengräbern beerdigt worden. Ägypten verhängte eine dreitägige Staatstrauer. Auf der Sinai-Halbinsel kommt es immer wieder zu terroristischen Angriffen eines Ablegers der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS). Vor allem Sicherheitskräfte sind im Visier der Islamisten. Militär und Polizei gehen in der Region massiv gegen mutmaßliche Terroristen vor. Bei Razzien kam es zuletzt häufiger zu tödlichen Schusswechseln. Die Region im Norden der Halbinsel ist zu großen Teilen militärisches Sperrgebiet.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Polizisten sichern den Bereich am jüdischen Friedhof in Halle am 9. Oktober 2019.

          Innenausschuss nach Halle : Selbst die Opposition lobt die Einsatzkräfte

          Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht gelingt es mit einer minutiösen Rekonstruktion die Polizei in Schutz zu nehmen – sogar die Opposition lobt die Einsatzkräfte. Kritisiert wird das Bundeskriminalamt.
          Atemschutzmasken gehörten für viele Chinesen lange zum Alltag.

          Weniger Schadstoffe : China macht ernst mit der sauberen Luft

          Peking macht ernst mit der Luftreinhaltepolitik: Wenn es stimmt, was Forscher berichten, hat die Belastung mit Schadstoffen schon massiv abgenommen – und schneller als geplant.
          Präsident Erdogan erklärt sich gegenüber Journalisten.

          Krieg in Syrien : VW stellt Werk in der Türkei in Frage

          Eigentlich war die Sache in trockenen Tüchern, nahe Izmir wollte VW sein erstes türkisches Pkw-Werk errichten. Doch weil Erdogans Truppen in Nordsyrien einmarschiert sind und dort die Kurden bekämpfen, wachsen die Zweifel an der Standortentscheidung.
          Darf nicht mehr für den FC St. Pauli spielen: Cenk Sahin

          Nach umstrittenem Türkei-Post : Sahin darf nicht mehr für St. Pauli spielen

          Weil er die Vereinswerte mehrfach missachtet habe, werde Fußballprofi Cenk Sahin „zum Schutze aller Beteiligter“ freigestellt, teilt der FC St. Pauli mit. Sahin demonstrierte zuvor seine Unterstützung für die türkische Militäroffensive in Syrien.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.