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Ägypten : Mubaraks Saat

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Der ersehnte Frieden ist nicht in Sicht Bild: dapd

Der Militärrat in Ägypten sollte das Ende der Ära Mubarak symbolisieren, schafft es aber nicht für Ruhe und Frieden zu sorgen. Es ist nicht einzusehen, warum er dann die Macht behalten sollte.

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          Generäle sollten sich aus der Politik heraushalten, sie ist nicht ihr Metier. Diese elementare Weisheit wird dieser Tage (nicht nur) in Ägypten wieder einmal vergessen. Der Militärrat, vor einem Jahr vom Volk noch gefeiert, weil er das Ende der Ära Mubarak zu symbolisieren schien, ist mittlerweile so unbeliebt wie der ehemalige Präsident.

          Soll man sich darüber wundern? Wenn man die seit dem Blutbad im Fußballstadion von Port Said reichlich kursierenden Verschwörungstheorien für einen Moment beiseitelässt, muss man konstatieren, dass der angebliche Stabilitätsgarant Militär nicht in der Lage ist, Ruhe und Frieden im Land zu gewährleisten.

          Und wenn die Militärs das nicht können, ist auch nicht einzusehen, warum sie weiter die Macht behalten sollten. Eine andere Frage ist, wer diese Rolle an ihrer Stelle spielen könnte. Da sieht es ziemlich düster aus im wichtigsten Land der Region. Es gibt keine Institutionen, denen die Menschen vertrauen. Das ist einer der besorgniserregenden Teile des politischen Nachlasses der Mubarak-Zeit.

          Peter Sturm
          Redakteur in der Politik, zuständig für „Politische Bücher“.

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