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Flüchtlinge : Ägypten bekräftigt Widerstand gegen EU-Aufnahmelager

  • Aktualisiert am

Flüchtlingsboot im Mittelmeer Bild: AP

Die EU will Aufnahmelager für Flüchtlinge in Drittstaaten errichten und hat dabei Nordafrika im Blick. Ägypten lehnt den Plan ab. Das Vorhaben sei in dem Land rechtswidrig.

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          Ägypten hat abermals mögliche EU-Aufnahmezentren auf seinem Territorium abgelehnt. „EU-Aufnahmeeinrichtungen für Migranten in Ägypten würden gegen die Gesetze und die Verfassung unseres Landes verstoßen“, sagte Parlamentspräsident Ali Abd al-Aal der „Welt am Sonntag“. Außenminister Samih Schukri hatte schon im Dezember klar gestellt, dass sein Land gegen Sammellager sei.

          Der Parlamentschef betonte, Ägyptens Gesetze ließen keine Errichtung von Flüchtlingslagern zu. Legale Migranten könnten sich im Land aufhalten, wo sie wollten und könnten nicht gezwungen werden, in bestimmten Einrichtungen zu bleiben.

          Abd al-Aal lobte die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die auch Hilfen für afrikanische Länder umfasst. „Die Lösung für das Problem der Migration besteht unserer Meinung nach darin, die Situation in den Herkunftsländern zu verbessern“, sagte der Ägypter.

          Beim EU-Gipfel in Brüssel hatten sich die Teilnehmer am vergangenen Wochenende darauf verständigt, die mögliche Einrichtung von Aufnahmelagern in Drittstaaten, also wohl in Nordafrika, zu prüfen. Dorthin sollten aus Seenot gerettete Migranten zurückgebracht werden. Außer Ägypten lehnten jedoch auch Tunesien, Algerien und Marokko die Idee ab.

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