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Ägypten : 13 Kandidaten zur Präsidentenwahl zugelassen

  • Aktualisiert am

Zugelassen zur Wahl: Ägyptens ehemaliger Ministerpräsident Ahmed Schafik Bild: dapd

Ägyptens Wahlkommission hat die endgültige Liste der Kandidaten für die erste Präsidentenwahl bekanntgegeben. Unter ihnen ist auch Ahmed Schafik, Husni Mubaraks letzter Regierungschef.

          Die ägyptische Wahlkommission hat am Donnerstag die endgültige Liste der Kandidaten für die erste Präsidentenwahl nach der Entmachtung von Husni Mubarak bekanntgegeben. Unter den insgesamt 13 Kandidaten ist auch Ahmed Schafik, den Mubarak während seiner letzten Tage an der Macht zum Regierungschef ernannt hatte.

          Die Wahl soll am 23. Mai beginnen. Sollte niemand die absolute Mehrheit erreichen, ist für den 16. und 17. Juni eine Stichwahl geplant. Als aussichtsreichste Kandidaten gelten bislang die Islamisten Abdel Moneim Abul Futuh und Mohammed Mursi sowie der ehemalige Generalsekretär der Arabischen Liga, Amre Mussa, und der Aktivist Hamdien Sabahi.

          Abdel Moneim Abul Futuh, aussichtsreicher Kandidat der Muslimbrüder, auf einer Kairoer Wahlkampfveranstaltung Anfang März

          Die Wahlkommission hatte Schafiks Bewerbung ursprünglich abgelehnt. Das von Islamisten dominierte Parlament hatte zuvor ein Gesetz verabschiedet, das die Kandidatur von Top-Funktionären des alten Regimes verbietet. Dann hatte sie jedoch einem Einspruch von Schafik gegen diese Entscheidung stattgegeben. Dies begründete sie nun damit, dass dieses Gesetz wahrscheinlich gegen die Verfassung verstoße. Endgültig soll dies nun das Verfassungsgericht klären. Damit ist unklar, ob Schafik das Amt im Falle seiner Wahl überhaupt antreten darf.

          K.O.-Kriterium: ausländische Eltern

          Die Pressekonferenz der Wahlkommission wurde live im Fernsehen übertragen. Die Kommission wehrte sich gegen die „Drohungen und Verdächtigungen“ der Anhänger von Kandidaten, die abgelehnt worden waren. Sie veröffentlichte außerdem Dokumente, die beweisen sollten, dass die inzwischen verstorbene Mutter des Salafistenpredigers Hasem Abu Ismail US-Bürgerin war. Abu Ismail hatte dies bestritten und gegen seinen Ausschluss durch die Kommission protestiert. Nach ägyptischem Recht darf sich niemand um das höchste Amt bewerben, dessen Vater oder Mutter eine andere Staatsbürgerschaft besitzt.

          Insgesamt hatte die Kommission zehn Kandidaten nicht zugelassen, unter ihnen - neben Ismail - auch den ehemaligen Vizepräsidenten Omar Suleiman.

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