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Barrow gewinnt Wahl in Gambia : Eine junge Demokratie bewährt sich

  • Aktualisiert am

Adama Barrow am 5. Dezember 2021 in Banjul, Gambia Bild: Reuters

In dem westafrikanischen Staat wird der Amtsinhaber Adama Barrow abermals zum Präsidenten gewählt. Es war die erste Abstimmung ohne den früheren Staatschef, der lange diktatorisch geherrscht hatte.

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          Bei der Präsidentenwahl in Gambia hat Amtsinhaber Adama Barrow einen deutlichen Sieg errungen. Wie die Wahlkommission am Sonntagabend mitteilte, kam er nach dem Ende der Auszählung auf rund 457.500 Stimmen. Mit deutlichem Abstand folgt demnach auf Platz zwei Ousainou Darboe mit gut 238.000 Stimmen.

          Die Abstimmung gilt als Lackmustest für die vier Jahre junge Demokratie in dem kleinen westafrikanischen Staat. Es war die erste Wahl ohne Yahya Jammeh, der lange Jahre diktatorisch als Staatschef geherrscht hatte. Jammeh war 2016 von einer Koalition unter dem jetzigen Präsidenten Barrow gestürzt und nach Äquatorial-Guinea ins Exil geschickt worden.

          Das englischsprachige Gambia, ein Land mit etwa einem Viertel der Größe der Schweiz, grenzt im Norden, Osten und Süden an den frankophonen Senegal und hat gut zwei Millionen Einwohner. Nach den Tabellen des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) zählt es zu den 20 ärmsten Ländern der Welt.

          Nach ersten Zwischenergebnissen, die für einen Sieg Barrows sprachen, hatte sich Darboe am Nachmittag zunächst geweigert, seine Niederlage einzugestehen.

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