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Acht Marokkaner ertrunken : Gekentert im Morgengrauen vor Lanzarote

Ein Teil von ihnen konnte gerettet werden: Migranten aus Marokko, deren Boot vor Lanzarote kenterte Bild: EPA

Unzählige Migranten brechen von der Küste der Westsahara zu den Kanaren auf. Dort hindern Polizei und Armee sie bislang nicht daran. Am Mittwoch kenterte ein Boot vor Lanzarote, acht Marokkaner ertranken.

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          Das hölzerne Boot hatte es fast geschafft, bevor es vor der Küste von Lanzarote am Mittwoch im Morgengrauen kenterte. Acht der 35 Marokkaner an Bord ertranken, wie die Lokalzeitung „Canarias7“ meldete. Anfangs waren es noch viele Westafrikaner, die auf den Kanarischen Inseln landeten. Seit Oktober sind nach Angaben von Hilfsorganisationen rund drei Viertel der Ankommenden Marokkaner; in den vergangenen sieben Wochen davon mehr als 8000.

          Hans-Christian Rößler
          Politischer Korrespondent für die Iberische Halbinsel und den Maghreb mit Sitz in Madrid.

          Von der Küste der von Marokko annektierten Westsahara liegen die zu Spanien gehörenden Inseln nur zwischen 100 und 400 Kilometer entfernt. Die Strecke lässt sich in acht Stunden zurücklegen – nicht in acht bis vierzehn Tagen, welche die „Cayucos“ genannten Fischerboote aus Senegal oder Gambia brauchen.

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