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In chinesischer Gefangenschaft : „Wie ein Zombie-Apokalypse-Film“

Demonstration für die Freilassung der kanadischen Gefangenen Michael Spavor und Michael Kovrig im März 2019 in Vancouver Bild: Reuters

Diplomaten haben erstmals Zugang zu zwei in China inhaftierten kanadischen Geiseln erhalten. In Ihrer Haft sind sie praktisch isoliert von der Außenwelt – von Details der Corona-Pandemie hören sie zum ersten Mal.

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          Es gibt wahrscheinlich nicht viele Menschen auf der Welt, die noch erstaunt wären, „von den Details der Corona-Pandemie zu erfahren“. Zu diesen wenigen gehört Michael Kovrig. Der Kanadier, ein früherer Diplomat, sitzt seit Dezember 2018 in einem chinesischen Gefängnis. Am vergangenen Wochenende durfte er zum ersten Mal seit Januar über eine Videoschalte Kontakt mit der kanadischen Botschaft aufnehmen.

          Friederike Böge
          Politische Korrespondentin für China, Nordkorea und die Mongolei.

          Als der Botschafter ihm von den Auswirkungen des Coronavirus erzählte, antwortete Kovrig, das alles klinge für ihn wie ein „Zombie-Apokalypse-Film“. Zugang zu Radio, Fernsehen oder Zeitungen hat Kovrig laut Berichten kanadischer Medien nicht. Nur zu Büchern, die ihm seine Familie senden darf, und zu Filmen, die die Gefängnisverwaltung für ihn auswählt. Eigentlich sieht ein Abkommen zwischen Kanada und China ein Anrecht auf monatliche konsularische Betreuung vor. Doch die chinesischen Behörden haben seit Februar bis zum vergangenen Wochenende Besuche sowie virtuelle Gespräche abgelehnt. Begründung: die Corona-Pandemie.

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