Abkommen mit Iran :
Catherine Ashtons große Stunde

Von Nikolas Busse, Brüssel
Lesezeit: 3 Min.
Im Mittelpunkt: Ashton mit den Außenministern Irans und Deutschlands
Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton wurde in den vergangenen Jahren oft als unfähig kritisiert. In Genf hat sie nun erfolgreich vermittelt. Und auch die Vorbereitungen für die nächste Verhandlungsrunde liegen in ihrer Hand.

In Brüssel herrschte am Montag nicht nur Zufriedenheit über den Inhalt der Genfer Vereinbarung, sondern auch darüber, dass sie unter maßgeblicher Mitwirkung der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton zustande gekommen war. In Genf hatten nicht die Außenminister der Sechsergruppe die entscheidenden Gespräche mit dem iranischen Außenminister Dschawad Zarif geführt, sondern die „Hohe Vertreterin“ der EU, wie sie mit amtlichem Titel heißt. Die britische Politikerin, die in den vergangenen Jahren oft als unfähig angesehen wurde, übernahm (auf iranischen Wunsch) die stundenlangen Detailgespräche mit Zarif. Die Außenminister ihrer mächtigen Auftraggeber warteten derweil vor der Tür. Alle zwei, drei Stunden erstattete sie ihnen Bericht und sprach die Arbeit an der Abschlusserklärung ab.

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