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Abholzung im Amazonasgebiet : Selbst Brasiliens Wirtschaftsführer prangern den Landraub an

Ein Farmer im August 2019 in einem vom Feuer zerstörten Teil des brasilianischen Regenwalds. Bild: AFP

Brasiliens Image ist angekratzt. Führende Unternehmer fürchten daher um ihr Geschäft und fordern mehr Schutz für das Amazonasgebiet. Dort geht es zu wie im Wilden Westen.

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          Brasiliens Regierung mag keine fremde Einmischung, wenn es um Amazonien geht. Und schon gar nicht, wenn die Kritik von Umweltschützern oder Menschenrechtsaktivisten kommt. Das hat Präsident Jair Bolsonaro immer wieder deutlich gemacht. Doch diesmal ist der Absender ein anderer: In einem Schreiben haben vergangene Woche 38 Führungskräfte brasilianischer und ausländischer Konzerne – darunter Bayer und Siemens – sowie von Agrarverbänden ihre Besorgnis über die Abholzung ausgedrückt und die Regierung zu einem rigoroseren Vorgehen aufgefordert.

          Tjerk Brühwiller
          Korrespondent für Lateinamerika mit Sitz in São Paulo.

          Im Schreiben heben die Wirtschaftsführer hervor, dass die negative Wahrnehmung Brasiliens im Ausland in sozialen und ökologischen Fragen ein „enormes Verlustpotential“ darstelle – nicht nur mit Blick auf die Reputation, „sondern auch auf effektive Weise für die Entwicklung von Geschäften und grundlegenden Projekten für das Land“. Sie fordern die Regierung unter anderem auf, die illegale Abholzung in Amazonien bedingungslos zu stoppen sowie nachhaltige Wirtschaftsmodelle unter Berücksichtigung der lokalen Gemeinden zu entwickeln. Jetzt müssten die richtigen Entscheidungen getroffen werden. Es gebe keinen Widerspruch zwischen Produktion und Erhaltung, heißt es in dem Schreiben.

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