https://www.faz.net/-gpf-xpnc

99 Prozent : Südsudanesen stimmen für Unabhängigkeit vom Norden

  • Aktualisiert am

Die Volksabstimmung war Teil eines Friedensabkommens Bild: dapd

Knapp 99 Prozent der Südsudanesen haben für eine Abspaltung vom Norden des Landes gestimmt. Der sudanesische Präsident Omar al-Baschir hat bereits versichert, der Norden werde das Ergebnis der Abstimmung respektieren.

          1 Min.

          Fast 99 Prozent der Südsudanesen haben in der einwöchigen Volksabstimmung über die Zukunft ihres Landes für einen eigenen Staat gestimmt. Nach dem am Sonntag in Juba vorgestellten vorläufigem Ergebnis stimmten 3,8 Millionen Wähler (98,8 Prozent) für die Unabhängigkeit. Nur knapp 45.000 Südsudanesen votierten für einen geeinten Sudan mit dem Norden.

          Die historische Volksabstimmung vom 9. bis 15. Januar war Teil des Friedensabkommens, das 2005 den blutigen Bürgerkrieg zwischen dem arabisch geprägten Norden und dem überwiegend von Schwarzafrikanern und Christen bewohnten Südsudan nach 21 Jahren beendet hatte. In dem Konflikt waren mehr als zwei Millionen Menschen ums Leben gekommen.

          Der sudanesische Präsident Omar al-Baschir hat bereits versichert, der Norden werde das Ergebnis der Abstimmung respektieren und gute Beziehungen zum Süden anstreben. Innenpolitisch gerät Al-Baschir wegen der absehbaren Teilung des bisher größten Landes Afrikas zunehmend unter Druck, Oppositionsparteien haben zu Massendemonstrationen nach dem Vorbild Tunesiens und Ägyptens aufgerufen.

          Das endgültige Ergebnis des Referendums soll im Februar in Khartum bekanntgegeben werden. Angesichts des überwältigenden Votums für die Unabhängigkeit dürften Abweichungen von den vorläufigen Ergebnissen jedoch höchstens minimal sein.

          Weitere Themen

          Kandidatenflut vor Präsidentschaftswahl

          Bolivien : Kandidatenflut vor Präsidentschaftswahl

          Boliviens Übergangspräsidentin Jeanine Añez will nun doch Präsidentin werden. Sie ist bereits die fünfte Kandidatin der Opposition für die Neuwahlen im Mai. Davon könnte die Partei des ehemaligen Präsidenten Evo Morales profitieren.

          Topmeldungen

          5:0 gegen Schalke : Die Bayern blasen zur Jagd auf Leipzig

          Die Münchner erteilen Schalke eine Lehrstunde und kommen Spitzenreiter Leipzig, der sein Spiel in Frankfurt verliert, nah. Die Bayern indes siegen imposant – auch weil der Torwart der Königsblauen zwei Mal patzt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.