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Chinesische Provokation : 27 Flugzeuge dringen in Taiwans Luftverteidigungszone ein

  • Aktualisiert am

Ein J-16D Kampfflugzeug während einer chinesischen Flugschau Ende September 2021 Bild: AP

Nach Angaben Taipehs waren unter den chinesischen Flugzeugen auch fünf atomfähige Bomber. Seit Wochen provoziert China Taiwan immer wieder mit solchen Manövern.

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          27 Flugzeuge aus China sind nach Angaben Taiwans in die Identifikationszone für die Luftverteidigung (ADIZ) des Inselstaats eingedrungen. Wie das Verteidigungsministerium in Taipeh am Sonntag mitteilte, waren unter den Flugzeugen auch fünf atomfähige Bomber des Typs H-6. Die von Taiwan einseitig definierte Luftverteidigungszone, in der Flugzeuge sich identifizieren sollen, reicht weit über den Luftraum Taiwans hinaus und schließt Teile des chinesischen Festlands mit ein.

          Seit Wochen sendet China immer wieder Flugzeuge in die Zone, ohne offizielle Erklärungen zu seinem Vorgehen abzugeben. Im Oktober waren es fast 100 Flugzeuge binnen weniger Tage gewesen.

          Zu den wichtigsten Unterstützern zählt Amerika

          Peking sieht das demokratische Taiwan, das sich 1949 vom Festland abspaltete, als abtrünnige Provinz und nicht als unabhängigen Staat an. Zudem lehnt die Volksrepublik China jede Form formeller Beziehungen anderer Länder mit der Inselrepublik ab. Taiwan erklärt dagegen, es sei ein unabhängiger Staat und werde Freiheit und Demokratie verteidigen. Zu den wichtigsten Unterstützern Taiwans zählen die USA.

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          Im Oktober war der Nationalfeiertag Taiwans von den wachsenden militärischen Spannungen mit China überschattet worden. Kurz vor dem 11. Oktober waren in mehreren Wellen etwa 150 chinesische Militärflugzeuge in die taiwanische Luftraumüberwachungszone geflogen, ohne allerdings den internationalen Luftraum zu verlassen. Ein Ziel Chinas ist dabei nach Ansicht von Fachleuten, Taiwans rote Linien zu verschieben und einen Gewöhnungseffekt herbeizuführen. In Taiwan gibt es Befürchtungen, dass China irgendwann einen Überraschungsangriff als Routine-Mission tarnen könnte. 

          Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen nutzte ihre Rede zum Nationalfeiertag denn für eine klare Botschaft an Peking. „Wir sind entschlossen, uns einer Annexion zu widersetzen", hatte sie in Taipeh gesagt. „Wir werden unsere nationale Verteidigung weiter ausbauen (...), damit niemand uns zwingen kann, den Weg zu gehen, den China für uns bereitet hat."

          Wie dieser Weg aussieht, hatte Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping einen Tag zuvor in der Großen Halle des Volkes skizziert. „Nationale Wiedervereinigung mit friedlichen Mitteln ist im Interesse der ganzen chinesischen Nation, inklusive unserer Landsleute in Taiwan.“ Ohne Tsai beim Namen zu nennen, hielt er eine Botschaft für die Präsidentin bereit: „Diejenigen, die ihre Herkunft vergessen, ihr Vaterland verraten und das Land spalten wollen, werden kein gutes Ende nehmen“, sagte Xi Jinping unter lautem Beifall. Sie würden „vom Volk verachtet und von der Geschichte verurteilt werden“.

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