https://www.faz.net/-gpf-a19fw

25 Jahre Srebrenica-Massaker : Wie kann man erzählen, was war?

Geflüchtete aus Srebrenica: Filmszene aus „Quo vadis, Aida“ Bild: Foto Deblokada Film

Das Massaker von Srebrenica gilt als das größte Massaker in Europa nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Ein Film darüber erregt in Bosnien die Gemüter – obwohl ihn noch kaum jemand gesehen hat.

          9 Min.

          Dürfen Opfer Läuse haben? Genauer gefragt: Wenn man von Menschen erzählt, die Opfer waren – ist dann die Vermutung erlaubt, dass sie vielleicht Läuse hatten? Mit diesen Fragen ließe sich ein Streit umreißen, der in Bosnien-Hercegovina geführt wird, und das zu einem für das Land historischen Datum: Es ist jetzt exakt ein Vierteljahrhundert her, seit in der vermeintlichen „UN-Schutzzone“ Srebrenica ein mehrtägiges Massaker begann, bei dem mehr als 7000 muslimische Bosnier von Truppen unter dem Oberbefehl des bosnisch-serbischen Generals Ratko Mladić erschossen wurden.

          Michael Martens

          Korrespondent für südosteuropäische Länder mit Sitz in Wien.

          Am 11. Juli 1995 hatten Mladićs Männer die von ihnen seit Jahren belagerte Enklave überrannt und damit begonnen, Männer im kampffähigen Alter von Frauen und Kindern abzusondern. Die Männer wurden abgeführt, angeblich zur Überprüfung der Personalien.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            im F.A.Z. Digitalpaket

          : Aktion

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Nahaufnahme einer Kanüle mit Tropfen und Spritze (Symbolbild)

          Entwicklung in Russland : „Wir können den Impfstoff früher zulassen“

          Russland will schon bald einen Impfstoff gegen das Coronavirus präsentieren. Kirill Dmitrijew, Chef des Russian Direct Investment Fund, hat ihn an sich selbst erprobt – und glaubt, im September könnten die Massenimpfungen losgehen.
          Das Atomkraftwerk Dukovany in der Tschechischen Republik

          Energiewende : Die Atomkraft lebt weiter

          Viele Staaten setzen nach dem Kohleausstieg auf Atomkraft, so zum Beispiel Tschechien. Die Grünen wollen das torpedieren – mit Hilfe der EU.