https://www.faz.net/-gpf-ae4r2

200 Jahre Unabhängigkeit : Peru holt die Vergangenheit ein

Eine Anhängerin des linken Politikers Pedro Castillo im Juni in Lima Bild: AFP

In Peru regiert nun ein Sozialist. Der neue Präsident wird vor allem von einer Bevölkerung getragen, die von den Eliten bis heute kaum Beachtung findet. Der Andenstaat steht vor einer schweren Zukunft – was ist da schiefgelaufen?

          3 Min.

          In ihren ersten 24 Jahren erlebte die Republik Peru, wie der Historiker Stefan Rinke schreibt, im Schnitt einen Regierungswechsel im Jahr. Es waren turbulente Zeiten; und von solchen kann auch heute wieder die Rede sein. An diesem Mittwoch, zur Zweihundertjahrfeier der Unabhängigkeit, soll Pedro Castillo sein neues Amt antreten. Er wird dann der fünfte Präsident binnen fünf Jahren. Der Sozialist wird vor allem von einer Bevölkerung getragen, die bis heute von den Eliten des Landes kaum Beachtung findet.

          Tim Niendorf
          Politikredakteur.

          Erst die Verfassung von 1979 garantierte das allgemeine Wahlrecht und erlaubte auch Analphabeten, nach dem Ende der Militärdiktatur am demokratischen Prozess teilzuhaben. Zuvor waren all jene von Wahlen ausgeschlossen, die nicht lesen und schreiben konnten, vor allem also die Bevölkerung auf dem Land, vor allem diejenigen, die indigener Herkunft waren.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          : Aktion

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Traut sich den Freestyle nicht zu: Baerbock macht Wahlkampf in Leipzig.

          Wahlkampf der Grünen : Baerbocks Rückfall

          Annalena Baerbock wollte die Grünen in die Mitte der Gesellschaft führen und so das Kanzleramt erobern. Der Plan ging nicht auf, die Kandidatin fiel auf halber Strecke in alte Muster. Wie konnte das passieren?
          Der französische Präsident Emmanuel Macron am 7. September in Paris

          U-Boot-Streit mit Amerika : Warum Frankreich den Eklat herbeiführte

          Im U-Boot-Streit mit Amerika, Großbritannien und Australien hat Paris seine Botschafter aus Washington und Canberra zurückberufen. Im Gespräch mit der F.A.Z. erklären beide die Hintergründe und, wie sich die NATO aus ihrer Sicht ändern muss.