https://www.faz.net/-gpf-9iqws

Kenia : 14 Menschen bei Anschlag in Nairobi getötet

  • Aktualisiert am

Polizisten sichern nach dem Anschlag die Umgebung um das Hotel in Nairobi Bild: EPA

Bei einem Anschlag auf einen Hotelkomplex in Nairobi sind zahlreiche Menschen getötet worden. Die Al-Schabaab-Miliz bezichtigte sich des Anschlags.

          Bei einem Anschlag auf ein Hotel in Kenias Hauptstadt Nairobi sind Präsident Uhuru Kenyatta zufolge 14 unschuldige Menschen getötet worden. Alle Terroristen seien „neutralisiert“ worden, sagte er am Mittwoch. Nach Angaben der Polizei war am Mittwochmorgen hingegen noch immer ein „aktiver Sicherheitseinsatz“ zugange. „Bis sie für sicher erklärt wurde, sollten alle, die nicht aktiv an dem Einsatz beteiligt sind, die Gegend vermeiden", twitterte die Polizei am frühen Mittwochmorgen. Auch waren am Morgen in der Umgebung des Hotels noch Schüsse und Explosionen zu hören, wie ein dpa-Reporter vor Ort berichtete.

          Zuvor hatte das Innenministerium auf Twitter geschrieben, es seien „alle Gebäude und die Umgebung gesichert“ und es bestehe „keine weitere Gefahr für die Öffentlichkeit“.

          Am Dienstag hatten Angreifer einen Anschlag auf das Luxushotel mit vielen ausländischen Gästen verübt. Die Behörden machten zunächst keine Angaben zur Zahl der Verletzten und zu möglichen Todesopfern. Lokale Medien berichteten von ein bis mindestens sechs Toten und rund 30 Verletzten.

          Die islamistische Terrorgruppe Al-Shabaab beanspruchte den Anschlag für sich. Sie kämpft seit Jahren in Somalia um die Vorherrschaft und verübt immer wieder Anschläge auch im Nachbarland Kenia, vor allem seit die kenianischen Streitkräfte die Regierung in Somalia im Kampf gegen die Terrormiliz unterstützen. Dies tun sie seit 2011 im Rahmen eines Einsatzes der Afrikanischen Union (AU). Das Hotel befindet sich unweit des Einkaufszentrums Westgate, wo im Jahr 2013 bei einem Terroranschlag mindestens 67 Menschen starben.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Ashton Applewhite

          Altersdiskriminierung : „Man kann nicht jung bleiben“

          Die Amerikanerin Ashton Applewhite kämpft gegen eine Form der Diskriminierung, über die kaum jemand spricht, obwohl sie jeden irgendwann treffen wird. Ein Gespräch über Altersdiskriminierung.
          Schlechte Laune im Osten? Das stimmt nicht so ganz.

          Ostdeutschland : Woher die schlechte Laune?

          Steht es dreißig Jahre nach dem Ende der DDR wirklich so schlimm mit der deutschen Einheit und dem Osten? Nein. Die krasse Fehleinschätzung hat auch etwas mit denen zu tun, die heute die politische Meinung im Osten mitprägen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.