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Ägypten und die Arabellion : „Wir sind immer noch eine Massenbewegung“

Zelte auf dem Tahrir-Platz in Kairo am 11. Februar 2011, nach dem Abtritt Mubaraks Bild: Reuters

Dass die Revolution in Ägypten 2011 scheiterte, sei nicht unvermeidlich gewesen, sagt die Demokratieaktivistin Laila Soueif im Interview. Sie sieht klar identifizierbare Fehler – und Entwicklungen, die ihr auch heute Hoffnung geben.

          5 Min.

          Laila Soueif, vor zehn Jahren begann die Tahrir-Revolution in Ägypten – und ist gescheitert. Denken Sie manchmal darüber nach, ob Sie und die übrigen Aktivisten etwas hätten anders machen können oder müssen? 

          Christian Meier

          Redakteur in der Politik.

          Ich denke andauernd über 2011 nach. Und ich würde mir wünschen, dass alle das täten, und zwar systematisch. Ich glaube nicht, dass es unvermeidlich war, dass die Revolution gescheitert ist. Es gab viele Punkte und Weggabelungen, an denen wir etwas anders hätten machen können. Vor allem die Muslimbrüder hatten mehrere Gelegenheiten, die lose Koalition der revolutionären Kräfte beizubehalten. Aber sie entschieden, die Bande zu lösen, und zwar auf aggressive Art und Weise. 

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