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Humanitäre Krise im Kongo : 1,4 Millionen Kinder von Hungertod bedroht

  • Aktualisiert am

Zwei kleine Mädchen stehen vor ihrem Zuhause in der kongolesischen Provinz Tshuapa. Bild: AFP

Die Not der in dem zentralafrikanischen Land lebenden Menschen wird immer größer. Jetzt schlagen Unicef und die Vereinten Nationen Alarm.

          Etwa 1,4 Millionen unterernährte Kinder im Kongo könnten dieses Jahr laut den Vereinten Nationen sterben, wenn sie nicht schnell Hilfe erhalten. Dies sagte Unicef-Exekutivdirektorin Henrietta Fore am Donnerstag nach einem Besuch in dem zentralafrikanischen Land. Gerade geschwächte Kinder liefen Gefahr, sich mit Krankheiten wie Cholera, Ebola und Masern anzustecken, erklärte sie in Genf. Zudem litten Kinder im Kongo besonders unter der Gewalt in mehreren Regionen des Landes. Sie würden als Soldaten rekrutiert, seien Opfer sexueller Übergriffe und erhielten weder Schulbildung noch Gesundheitsversorgung.

          Insgesamt hat sich die Not der Menschen im Kongo verschärft, wie auch UN-Nothilfekoordinator Mark Lowcock sagte. 13 Millionen Kongolesen hätten nicht genug zu essen. 2017 habe die Zahl der Hungernden bei 7,7 Millionen Menschen gelegen. Die internationale Gemeinschaft müsse großzügiger helfen als bisher, so Fore und Lowcock. Für die humanitäre Hilfe im Kongo im laufenden Jahr brauchen die Vereinten Nationen und ihre Partnerorganisationen knapp 1,5 Milliarden Euro.

          Fore und Lowcock sprachen während ihres Kongobesuches mit dem neuen kongolesischen Präsidenten Félix Tshisekedi. Die beiden UN-Vertreter betonten, der relativ friedliche Wechsel an der Staatsspitze sei eine Chance, die humanitäre Krise im Kongo zu überwinden. Die Wahl des Oppositionellen Tshisekedi im Dezember des vergangenen Jahres gilt jedoch als problematisch. Laut Wahlbeobachtern erlangte der ebenfalls Oppositionelle Martin Fayulu eine Mehrheit, der Sieg wurde allerdings Tshisekedi zugesprochen. Tshisekedi wird vorgeworfen, sich mit einem Deal mit dem langjährigen Präsidenten Joseph Kabila die Macht gesichert zu haben.

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