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EU-Kommissionspräsident : Aufregung wegen Junckers Gesundheitszustand

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Soll Rückenprobleme haben: EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker (Mitte) Bild: AP

Er war wackelig auf den Beinen und musste sich bei seinen Kollegen festhalten: EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sorgte mit seinem Auftritt auf dem Nato-Gipfel für viel Aufregung. Was steckt dahinter?

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          Die Europäische Kommission ist Mutmaßungen entgegengetreten, ihr Präsident Jean-Claude Juncker sei am Mittwoch betrunken zu einem Abendessen mit den Nato-Staats- und Regierungschefs erschienen. So war auf Videoaufnahmen zu sehen, wie der 63 Jahre alte Politiker sich kaum oder nur schwankend fortbewegen konnte. Andere Gäste wie der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte mussten ihn stützen.

          Ein Kommissionssprecher sagte, Juncker habe an dem Abend „eine besonders schmerzhafte, von Krämpfen begleiteten Ischias-Attacke“ erlitten. Es sei „mehr als geschmacklos“, dass gewisse Medien dies zu „beleidigenden Schlagzeilen“ genutzt hätten. Juncker nehme Medikamente, es gehe ihm „sehr gut“. Er werde „weiter hart arbeiten, so wie er es seit Anfang seiner politischen Karriere getan hat.“ In der nächsten Woche werde Juncker wie geplant in den Fernen Osten und nach Spanien reisen. Am 25. Juli soll er zudem nach Washington reisen, um für die EU mit dem amerikanischen Präsidenten über den Handelskonflikt zu verhandeln.

          Auch die Bundesregierung sah sich mit einer Frage nach Junckers Gesundheitszustand konfrontiert. Regierungssprecher Steffen Seibert bezeichnete diese als „ungewöhnlich“, fügte dann aber an: „Das Vertrauen der Bundesregierung in den Kommissionspräsidenten ist sehr hoch.“

          Junckers angebliche oder vermeintliche Trink- und Rauchgewohnheiten waren in den vergangenen Jahrzehnten regelmäßig Gegenstand von Berichten und Unterstellungen. Der Kommissionspräsident hatte schon in der Vergangenheit öffentlich auf seine Ischias-Beschwerden hingewiesen. Als er während eines Besuchs in Dublin im Juni ebenfalls eine Ischias-Attacke erlitten hatte, hatte Juncker mit dem ihm eigenen sarkastischen Humor gesagt: „Ich würde es vorziehen betrunken zu sein.“

          Juncker steht seit Ende 2014 an der Spitze der EU-Kommission. Seine Amtszeit endet im Herbst 2019. Er hat bereits erklärt, dass er kein zweites Mandat anstrebt. Nach dem Brexit-Referendum 2016 war schon einmal über seinen Gesundheitszustand spekuliert worden. Der Konservative sagte damals, er sei „weder müde noch krank“ und werde „bis zum letzten Atemzug für die geeinte EU kämpfen“.

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