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Auf dem Weg zur Kuschelkaserne? : Unteroffiziersstube mit Minibar

Die Bundeswehr muss sich um ihre Freiwilligen bemühen: Zur Truppe sollen und dürfen nicht nur die kommen, die sonst keiner will.

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          Kuschelkasernen mit Kindertagesstätten, Unteroffiziersstuben mit Flatscreen-Fernsehern und Minibar: Wer soll bei solchen „Wohlfühlfaktoren“ noch in den Krieg ziehen wollen? Es ist leicht, sich über die Pläne der Verteidigungsministerin lustig zu machen, die Bundeswehr in einen attraktiven Arbeitgeber zu verwandeln. Doch bleibt ihr gar nichts anderes übrig, als genau das zu versuchen.

          Seit die Bundeswehr eine reine Freiwilligenarmee ist, muss sie auf dem enger werdenden Arbeitsmarkt mit der freien Wirtschaft konkurrieren. Zu Staatsbürgern in Uniform sollen und dürfen nicht nur die werden, die sonst keiner will. Die Bundeswehr braucht qualifizierte und verantwortungsbewusste Leute.

          Auch das schönste Buchenfurnier auf dem Spind kann nämlich nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Beruf des Soldaten ein besonderer bleibt, in dem mehr als in jedem anderen Gesundheit und Leben (das eigene und das anderer) eingesetzt werden müssen. Daran können auch die familienfreundlichste Karriereplanung und Kurse zur Verbesserung des Umgangstons der Kompaniefeldwebel nichts ändern.

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