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Umsetzung des Atomdeals : Iran unzufrieden mit EU-Trio

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Europa soll sich das Atomabkommen „etwas kosten lassen“ sagt Irans Außenminister Sarif, im Bild am 18. Februar auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Bild: dpa

Außenminister Sarif wirft Deutschland, Frankreichs und Großbritannien vor, zu viel zu reden und zu wenig praktische Schritte zu unternehmen. Der EU blieben nur noch ein paar Monate.

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          Iran ist mit den Bemühungen Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens um die Umsetzung des Atomabkommens unzufrieden. „Die Europäer beziehen bisher mehr politische Positionen, als dass sie praktische Schritte unternehmen“, sagte Außenminister Muhammad Dschawad Sarif am Sonntag laut dem Nachrichtenportal YJC. Falls die Europäer die Vereinbarung für ein wichtiges Sicherheitsabkommen hielten, sollten sie „sich dies auch etwas kosten lassen“.

          Iran werde der EU die nächsten Monate noch Zeit geben, bevor Teheran eine Entscheidung über die Zukunft des Abkommens treffe, sagte Sarif. Das Abkommen beschränkt die Atomwirtschaft Irans im Gegenzug für den Abbau von Wirschaftssanktionen.

          Ob Teheran trotz des amerikanischen Ausstiegs aus dem Deal und der Verhängung von Sanktionen der Vereinigten Staaten im Wiener Abkommen von 2015 bleiben werde oder nicht, entscheidet das Land vor der zweiten Runde der amerikanischen Sanktionen im November. Die anderen fünf Verhandlungspartner – das EU-Trio sowie China und Russland - müssten bis dahin die Umsetzung des Deals, besonders den für Teheran vorteilhaften wirtschaftlichen Teil, auch ohne die Vereinigten Staaten zusichern.

          Unterdessen kündigte die iranische Regierung an, ein neues Kampfflugzeug vorstelle zu wollen. Das Flugzeug werde am 22. August, dem Tag der nationalen Verteidigungsindustrie, der Öffentlichkeit präsentiert, sagte der zuständige Minister Amir Hatami der halbamtlichen Nachrichtenagentur Fars.

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