https://www.faz.net/aktuell/politik/athens-reparationsforderung-die-ewig-offene-frage-16149021.html

Athens Reparationsforderung : Die ewig offene Frage

Kriegsverbrechen: SS-Soldaten am 10. Juni 1944 in der griechischen Stadt Distomo kurz nach dem Massaker an 218 Zivilisten. Bild: Picture-Alliance

Seit den fünfziger Jahren fordert Griechenland Geld von Deutschland als Entschädigung für die Zeit der Besatzung während des Zweiten Weltkriegs. Doch die Tagespolitik war lange wichtiger.

          2 Min.

          Athener Reparationsforderungen an Deutschland gehören seit Jahrzehnten zu den wenigen politischen Fragen, bei denen sich die sonst tief zerstrittenen Parteien in Griechenland einig sind. Im März 2010 sagte der damalige griechische Ministerpräsident Giorgios Papandreou in einem Interview mit dieser Zeitung, deutsche Reparationszahlungen seien „eine offene Frage, aber kein Thema, das wir auf unsere Tagesordnung setzen, weil wir derzeit ganz andere Schwierigkeiten haben. Mit diesem empfindlichen Thema müssen wir uns in der richtigen Weise und im richtigen Moment beschäftigen.“

          Michael Martens
          Korrespondent für südosteuropäische Länder mit Sitz in Wien.

          Der jetzige Regierungschef Alexis Tsipras spricht ebenfalls von einer „offenen Frage“, und sollte er, wonach es derzeit aussieht, nach der spätestens im Oktober anstehenden Parlamentswahl die Macht an den jetzigen Oppositionsführer Kyriakos Mitsotakis von der konservativen Partei Nea Dimokratia (ND) abgeben müssen, wird sich zumindest bei diesem Dossier nichts ändern in Athen.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Die Drei von der Ampel: Lindner, Habeck und Scholz

          Krisenmanagement der Ampel : Ein Bild des Jammers

          Die Koalition kämpft gegen gleich mehrere Krisen. Manchmal gut, manchmal schlecht – manchmal schafft sie sich die Krise aber auch selbst.
          Gas geben: Minister Habeck hat ein Konsortium mit TES-Geschäftsführer Alverà (rechts) ausgewählt, um in Wilhelmshaven ein schwimmendes LNG-Terminal zu bauen.

          Gasexperte Alverà : „Es gäbe genügend Gas für Europa“

          In diesem Jahr gibt Europa 1000 Milliarden Euro zusätzlich für seine Energie aus. Der Gasexperte Marco Alverà hat ein Rezept, wie Europa seine Gasversorgung schnell stabilisieren kann.
          Ab Juli 2023 werden keine neuen Karten mit Maestro-Funktion mehr ausgegeben.

          Ende eines Zahlungsmittels : Bye-bye, EC-Karte

          Eines der liebsten Zahlungsmittel der Deutschen wird abgeschafft: Bald gibt es keine Karten mit Maestro-Funktion mehr. Woran das liegt und was das für Kunden bedeutet.