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Asylverfahren : Andere EU-Länder nehmen Deutschland kaum Fälle ab

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Abgelehnte Asylbewerber werden in Leipzig zum Transport zum Flughafen abgeholt (Archivbild von 2015). Bild: dpa-Zentralbild

Nach den Dublin-Regeln müssten viele Asylbewerber aus Deutschland in andere EU-Staaten zurückkehren. Das passiert aber offenbar nur selten.

          Die EU-Mitglieder halten sich nicht konsequent an das Dublin-Verfahren, das klare Regeln für Asylverfahren für Migranten festlegt. Nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung, die sich auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken im Bundestag beruft, nehmen die EU-Staaten nur jeden 13. Migranten aus Deutschland zurück, für deren Asylverfahren sie eigentlich zuständig wären. Nach dem Dublin-Verfahren müssen Migranten ihre Asylverfahren in dem EU-Land durchlaufen, in das sie zuerst eingereist sind.

          Nach dem Bericht hat der Bund von Anfang 2016 bis Ende März diesen Jahres andere EU-Länder um Übernahme von 72.321 Migranten ersucht. Tatsächlich zurückgeführt wurden aber nur 5321 (7,3 Prozent) der betroffenen Personen.

          Umgekehrt stellten andere EU-Länder für 39.251 Migranten Übernahmeersuchen an Deutschland. Aufgenommen wurden davon 14.566 Betroffene (37,1 Prozent).

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