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Abgelehnter Asylantrag : Fast jeder zweite Flüchtling klagt erfolgreich

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Auf dem Weg ins gelobte Land? Flüchtlinge überqueren am 1. November 2015 die deutsche Grenze nahe Wegscheid. Bild: dpa

Wer als Asylbewerber abgelehnt wird und vor deutschen Gerichten klagt, ist häufig erfolgreich. Besonders hoch ist die Erfolgsquote bei zwei wichtigen Herkunftsländern.

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          Fast jeder zweite Flüchtling, der gegen die Ablehnung seines Asylantrags klagt, ist damit in erster Instanz vor den Verwaltungsgerichten erfolgreich. In rund 44 Prozent aller Verfahren erhielten die Kläger in den ersten neun Monate des vergangenen Jahres Schutz als Asylberechtigte oder gemäß der Genfer Konvention, wie die „Süddeutsche Zeitung“ am Montag unter Berufung auf Zahlen der Bundesregierung berichtete.

          Die Erfolgsquote ist bei Syrern mit 69 Prozent und bei Afghanen mit 61 Prozent besonders hoch. In der nächsten Instanz würden aber viele Urteile wieder aufgehoben, hieß es weiter. Die Zahlen beziehen sich demnach auf die sogenannte bereinigte Schutzquote und berücksichtigen allein inhaltliche Entscheidungen, keine formalen.

          Der rechtliche Status entscheidet über den Familiennachzug: Die Angehörigen anerkannter Flüchtlinge dürfen nachkommen, für subsidiär Geschützte gemäß der Genfer Konvention ist die Familienzusammenführung ausgesetzt.

          Migranten aus Marokko und Algerien gewannen ihre Prozesse in zwölf beziehungsweise in zehn Prozent der Fälle. Diese Länder sollen zu sicheren Herkunftsländern erklärt werden, wenn die Anerkennungsquote des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge unter fünf Prozent liegt.

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