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Asselborn gegen Ungarn : Die große Keule

Asselborn erweist der EU mit seinen törichten Äußerungen gegenüber Ungarn einen Bärendienst. Er sollte seine Energie lieber darauf konzentrieren, Antworten auf drängende Fragen zu finden.

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          Die Flüchtlingskrise und das Brexit-Votum haben offenbart, wie stark die Zentrifugalkräfte in der EU sind und wie sehr die Meinungen bei ernsten Themen auseinandergehen. Es bedarf viel guten Willens und viel Überzeugungskraft, entgegengesetzte Vorstellungen über die Zukunft der EU zusammenzuführen.

          Klaus-Dieter Frankenberger

          verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

          Die einen wollen neue Integrationsschritte gehen, andere den Rückwärtseingang einlegen. In dieser schwierigen Lage droht Luxemburgs Außenminister Asselborn Ungarn mit dem Rauswurf. Das ist töricht, und zwar schon deshalb, weil das gar nicht möglich ist.

          Ja, die ungarische Regierung hat schon viele in Wallung gebracht. Doch was denkt sich Asselborn dabei, diese große Keule schwingen? Er sollte sich beherrschen und lieber mit den Partnern vernünftig nach Antworten auf diese Fragen zu suchen: Was verbindet uns? Wie grundlegend ist das, was uns trennt, und was folgt daraus? Wo müssen wir mehr in „Solidarität“ investieren? Wo und wie müssen wir die Nationalstaaten stärken?

          Was nicht gebraucht wird, sind Ausfälle à la Asselborn - und Repliken und Provokationen von ähnlicher Güte.

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