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Einstimmiges Votum : Antonio Guterres ist neuer UN-Generalsekretär

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Der 67-jährige Antonio Guterres wird der erste frühere Regierungschef an der Spitze der Vereinten Nationen. Bild: dpa

Die Vollversammlung der Vereinten Nationen hat Antonio Guterres als Nachfolger von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon bestätigt. In seiner Rede nannte er die Schwerpunkte seiner künftigen Arbeit.

          Portugals früherer Ministerpräsident Antonio Guterres wird der Nachfolger von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon. Die Vollversammlung der Vereinten Nationen bestätigte Guterres am Donnerstag in einem einstimmigen Votum. Am 1. Januar löst er den Südkoreaner Ban ab, dessen zweite fünfjährige Amtszeit zum Jahresende ausläuft.

          Der UN-Sicherheitsrat hatte Guterres bereits in der vergangenen Woche nominiert. Der 67-Jährige setzte sich gegen zwölf weitere Kandidaten durch, darunter sieben Frauen. Ban lobte Guterres als gute Wahl: „Sein politischer Instinkt passt zu den den Vereinten Nationen: Kooperation zum Wohl der Gesellschaft, geteilte Verantwortung für die Menschen und den Planeten.“

          „Eine moralische Pflicht“

          Der frühere portugiesische Regierungschef ging in seiner Rede vor der Vollversammlung auf die derzeitige Spaltung des Sicherheitsrats hinsichtlich des Bürgerkriegs in Syrien ein. „Welche Differenzen jetzt auch immer bestehen mögen - es ist wichtiger zu einen", sagte er. Es gebe „eine moralische Pflicht für alle, dem Leiden des syrischen Volkes ein Ende zu setzen". „Es ist höchste Zeit, für den Frieden zu kämpfen", appellierte Guterres.

          Als weitere Schwerpunkte seiner künftigen Arbeit nannte er den Kampf gegen „Terrorgruppen und gewalttätige Extremisten" sowie gegen Äußerungen „des Populismus und der Fremdenfeindlichkeit".

          Der UN-Sicherheitsrat liegt derzeit im Syrien-Konflikt über Kreuz. Ein Resolutionsentwurf Frankreichs, in dem ein sofortiges Ende der Luftangriffe auf die nordsyrische Stadt Aleppo gefordert wurde, war am
          Samstag am Veto von Russland gescheitert, das mit dem syrischen Machthaber Baschar al-Assad verbündet ist. Kurz darauf scheiterte ein russischer Gegenvorschlag.

          „An den Frontlinien profiliert“

          Ban würdigte Guterres vor der Vollversammlung als renommiert und engagiert. So habe er sich bereits an den „Frontlinien bewaffneter Konfliktlinien und humanitärer Not" profiliert. Guterres' Antrieb stehe im Einklang mit den Zielen der Vereinten Nationen: „Zusammenarbeit für das Allgemeinwohl und geteilte Verantwortung für die Menschen und den Planeten." Der 67-jährige Guterres, der von 1995 bis 2002 die Regierung in Portugal leitete, wird der erste frühere Regierungschef an der Spitze der UNO. Für ihn sprechen seine große Erfahrung bei den Vereinten Nationen und seine Bilanz als Reformer.

          Der UN-Generalsekretär steht einem Apparat von weltweit 44.000 Mitarbeitern vor und spielt auch eine politische Rolle, indem er Krisengebiete bereist, mit Spitzenpolitikern zusammenkommt und innerhalb der Weltorganisation eigene politische Schwerpunkte setzt. Es wurde erwartet, dass Guterres der UNO eine stärkere Stimme verleiht als bisher. Ban wird vorgeworfen, zu zögerlich agiert zu haben.

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