https://www.faz.net/-gpf-91vn8

Anschlag in London : Festgenommene Verdächtige kommen aus Syrien und Irak

  • Aktualisiert am

In einem U-Bahn-Zug in London wurden am Freitag mehrere Menschen durch einen Sprengsatz verletzt. Bild: dpa

Einer der beiden im Zusammenhang mit dem Anschlag von Parsons Green in London festgenommenen Männer soll ein Flüchtling ein. Die Polizei bestätigt das jedoch noch nicht.

          Die Verdächtigen im Fall des Londoner U-Bahn-Anschlags mit 30 Verletzten sollen Medienberichten zufolge aus Syrien und dem Irak stammen. Das berichtet die britische Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf einen Lokalpolitiker in der Grafschaft Surrey. Scotland Yard wollte sich dazu nicht äußern. Solange noch keine Anklage gegen die beiden Männer erhoben sei, dürfe sie keine persönlichen Informationen preisgeben, sagte eine Polizei-Sprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

          Ein 21 Jahre alter Mann war am späten Samstagabend im westlichen Londoner Stadtteil Hounslow in Gewahrsam genommen worden. Er soll dem Bericht zufolge aus Syrien stammen. Bereits früher am Samstag hatten Sicherheitskräfte einen 18 Jahre alten Mann im Abreisebereich des Hafens von Dover festgenommen. Bei ihm soll es sich um einen irakischen Flüchtling handeln. Beide Männer sollen zeitweise als Pflegekinder bei einem älteren Ehepaar in Sunbury-on-Thames südwestlich von London gewohnt haben.

          Das Haus des Ehepaars war Schauplatz intensiver Ermittlungen. Auch ein Haus in Stanwell nahe des Flughafens Heathrow wurde durchsucht. Medien berichteten auch von einer dritten Durchsuchung in einem Imbiss in dem Londoner Stadtteil Hounslow.

          Bei dem Anschlag am Freitag war eine selbstgebaute Bombe in einer voll besetzten U-Bahn nahe der oberirdischen Haltestelle Parsons Green explodiert. Durch den Feuerball und anschließendes Gedränge wurden 30 Menschen verletzt, eines der Opfer war am Sonntag noch im Krankenhaus. Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ reklamierte den Anschlag für sich.

          Weitere Themen

          Wer reden will, soll ruhig reden

          G-7-Gipfel : Wer reden will, soll ruhig reden

          In Biarritz inszeniert Emmanuel Macron einen G-7-Gipfel voller Überraschungen. Er überrumpelt Trump und lässt den iranischen Außenminister einfliegen. Ganz offensichtlich hat der französische Präsident aus seinem Anfängerfehler gelernt.

          G7-Gipfel einigt sich auf Hilfe für Amazonas-Brandgebiete Video-Seite öffnen

          Noch keine konkreten Maßnahmen : G7-Gipfel einigt sich auf Hilfe für Amazonas-Brandgebiete

          Ungeachtet anhaltender Spannungen in wichtigen politischen Fragen haben sich die G7-Staaten bei ihrem Gipfel in Biarritz auf einen gemeinsamen Gegner einigen können: die Feuer im Amazonasgebiet. Die sieben westlichen Industriestaaten seien überein gekommen, den betroffenen Staaten „so schnell wie möglich“ Unterstützung zukommen zu lassen, sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron.

          19 Sekunden und kein Ende

          Maaßen und das Chemnitz-Video : 19 Sekunden und kein Ende

          Der ehemalige Verfassungsschutzpräsident Maaßen steht auch ein Jahr nach den Vorfällen in Chemnitz immer noch hinter seiner Aussage, es hätte damals keine „Hetzjagd“ gegeben. Dabei stützt er sich auf eine Quelle, deren Identität er nicht kennt.

          Topmeldungen

          Es ist das erste Mal, dass Emmanuel Macron einen G-7-Gipfel ausrichtet.

          G-7-Gipfel : Wer reden will, soll ruhig reden

          In Biarritz inszeniert Emmanuel Macron einen G-7-Gipfel voller Überraschungen. Er überrumpelt Trump und lässt den iranischen Außenminister einfliegen. Ganz offensichtlich hat der französische Präsident aus seinem Anfängerfehler gelernt.
          Der Faktor Wohnen wird von den meisten Menschen in der Klimadebatte übersehen. Dabei produzieren vor allem Warmwasser und Heizungen große Kohlendioxid-Emissionen.

          Wohnen und Heizen : Das ist Deutschlands Klimakiller Nr. 1

          Kaum jemand will wahrhaben, dass wir mit unseren Wohnungen dem Klima mehr schaden als mit Steaks und Flugreisen. Einige Länder reagieren darauf – während sich die Politik in Deutschland nicht einigen kann.
          Gemeinsame Geste: Mattarella und Steinmeier in Fivizzano

          Deutsche Kriegsverbrechen : Verantwortung ohne Schlussstrich

          In Fivizzano haben Nationalsozialisten im Jahr 1944 Massaker an der Bevölkerung verübt. Bundespräsident Steinmeier redet über frühere Greuel – und heutige Gefahren.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.