https://www.faz.net/-gpf-7kthw

Anschlag im Libanon : Bitterer Vorgeschmack

Der Anschlag gegen Muhammad Schattah in Beirut ist ein Vorgeschmack auf die Spannungen, die dem Libanon Mitte Januar drohen. Dann beginnt der Prozess gegen Mitglieder der Hizbullah wegen ihrer angeblichen Beteiligung am Attentat auf Hariri.

          1 Min.

          Im Libanon dreht sich der Kreis der Gewalt immer schneller. Immer tiefer wird das kleine Land in den Strudel des Bürgerkriegs im benachbarten Syrien gezogen. Seit Monaten bekriegen sich in der Hafenstadt Tripoli Sunniten und schiitische Alawiten, auch in der Hauptstadt Beirut werden die Anschläge mehr. Einmal richten sie sich gegen die schiitische Hizbullah und die iranische Botschaft, dann, wie am Freitag, gegen sunnitische Gegner der Hizbullah und des syrischen Regimes.

          Der Anschlag gegen Muhammad Schattah, einen sunnitischen Politiker, geschah am Freitag unweit der Stelle, an der im Februar 2005 Rafiq al Hariri getötet worden war. Das Attentat ist ein Vorgeschmack auf die Spannungen, die dem Libanon drohen, wenn Mitte Januar der Prozess gegen Mitglieder der Hizbullah wegen ihrer mutmaßlichen Beteiligung an dem Attentat auf Hariri beginnt.

          Nun zeigt die Tötung von Schattah, der sich als entschiedener Kritiker der Hizbullah einen Namen gemacht hatte, dass der historische „fruchtbare Halbmond“ vom Irak über Syrien bis zum Libanon längst eine furchtbare Kampfzone geworden ist.

          Rainer Hermann
          Redakteur in der Politik.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Impfen im Fußball : Kimmich und das Solo der Egoisten

          Das Recht auf Freiheit ist verknüpft mit der Verantwortung für das Zusammenspiel der Menschen, schreibt Anders Indset in seinem Gastbeitrag und kritisiert die Argumentation von Joshua Kimmich gegen das Impfen.
          Barren bleibt gefragt - aber aus Wertpapieren auf Gold gehen viele Investoren raus.

          World Gold Council : Weniger Interesse an Gold

          Die Welt macht sich Sorgen über Inflation – und die globale Nachfrage nach Gold sinkt um 7 Prozent. Wie ist das zu erklären?
          Steht seit Mai 2021 dem VW-Betriebsrat vor: Daniela Cavallo

          F.A.Z. Frühdenker : Der Streit bei Volkswagen eskaliert

          In Wolfsburg zeigen die VW-Geschäftszahlen, wie sehr die Chip-Krise dem Konzern zusetzt. Die Finanzwelt horcht auf die Signale der EZB. Und in London hat die Verteidigung von Julien Assange das Wort. Der F.A.Z.-Newsletter.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.