https://www.faz.net/-gpf-9u5lz

Angriff auf Militärstützpunkt : Schütze hasste Amerika als „Nation des Bösen“

  • Aktualisiert am

Das Ascension Sacred Heart Krankenhaus in Pensacola, Florida: Auf dem dortigen Militärstützpunkt hat ein Soldat aus Saudi-Arabien drei Menschen erschossen. Bild: AFP

Am Freitag hat ein saudi-arabischer Soldat bei einem Angriff auf einen Militärstützpunkt in Florida drei Menschen erschossen. Zuvor hatte er Amerika scharf kritisiert: Das Land begehe „Verbrechen gegen die Menschheit“.

          1 Min.

          Der saudi-arabische Soldat, der am Freitag auf einem amerikanischen Militärstützpunkt in Florida drei Menschen erschossen hat, hat zuvor die Vereinigten Staaten mit scharfen Worten kritisiert. Er sei „gegen das Böse, und Amerika als Ganzes ist zu einer Nation des Bösen geworden“, erklärte der Schütze laut dem auf die Überwachung extremistischer Websites spezialisierten Unternehmen SITE.

          „Ich bin nicht gegen Euch als Amerikaner, ich hasse Euch nicht wegen Eurer Freiheiten, ich hasse Euch, weil Ihr jeden Tag Verbrechen nicht nur gegen Muslime, sondern auch gegen die Menschheit unterstützt, finanziert und begeht“, zitierte SITE den Schützen, dessen Name mit Mohammed al-Schamrani angegeben wurde.

          Der Angehörige der saudiarabischen Luftwaffe hatte sich zum Training auf dem Marinefliegerstützpunkt Pensacola im Bundesstaat Florida aufgehalten. Er eröffnete am Freitagmorgen in einem Gebäude mit Unterrichtsräumen das Feuer. Er wurde schließlich von eintreffenden Polizisten gestellt und erschossen. Bei dem Feuergefecht wurde einer der Polizisten am Arm und ein weiterer am Knie verletzt. Insgesamt gab es acht Verletzte.

          Auf der Militärbasis im Süden der USA sind 16.000 Militärangehörige und mehr als 7000 Zivilisten stationiert. Pensacola ist ein wichtiges Ausbildungszentrum der Marine und Stützpunkt einer Kunstflugstaffel der US-Navy. Ausgebildet werden auch hunderte ausländische Soldaten, unter anderem aus Saudi-Arabien, einem wichtigen Rüstungspartner der USA.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Gefahr durch Coronavirus : Keine Panik

          Es beruhigt, dass Deutschland auf Szenarien wie den Ausbruch des Coronavirus vorbereitet ist. Wenn aber nun nach jeder Hustenattacke die Notaufnahme angesteuert wird, stößt jeder noch so gut aufgestellte Krisenstab an seine Grenzen.
          Ein Kuss sagt mehr als 1000 Worte: Die britische Prinzessin Eugenie bei ihrer Hochzeit im Oktober 2018 mit Ehemann Jack Brooksbank.

          Ein wahres Feuerwerk : Was im Gehirn passiert, wenn wir uns küssen

          Wenn sich Lippen berühren, bricht im Gehirn ein Feuerwerk aus. Nervenzellen und Synapsen befinden sich im Ausnahmezustand. Mit Hilfe moderner Technik können Wissenschaftler die Leidenschaft nun abbilden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.