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Ampelkoalition : Bisher nur zweimal Rot-Gelb-Grün in Deutschland

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Ampelkoalition? Es gibt kaum Vorbilder Bild: AP

Nach der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus ist eine Ampelkoalition aus SPD, FDP und Grünen möglich. Dies gab es in Deutschland erst zweimal, in Bremen und Brandenburg.

          Nach der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus ist eine Ampelkoalition aus SPD, FDP und Grünen möglich. Bisher hat in Deutschland erst einmal eine Ampelkoalition ein Bundesland regiert, nämlich von 1991 bis 1995 in Bremen.

          Ein ähnliches Regierungsbündnis gab es von 1990 bis 1994 in Brandenburg. Dort saß zusammen mit SPD und FDP das Bündnis 90 auf der Regierungsbank. Weder in Bremen noch in Brandenburg überstand die Regierung die volle Legislaturperiode.

          Das griffige Stichwort „Ampelkoalition“ war 1989 vom damaligen FDP-Vorsitzenden Otto Graf Lambsdorff geprägt worden. Politiker aller Parteien übernahmen es für ein zu diesem Zeitpunkt diskutiertes rot-gelb-grünes Bündnis in Bonn nach der
          Bundestagswahl 1990.

          Bremer Ampelkoalition

          Im Stadtstaat Bremen hatte das Landesparlament im Dezember 1991 eine mit Senatoren von SPD, FDP und Grünen besetzte Landesregierung gewählt. Bei der im Oktober vorausgegangenen Bürgerschaftswahl hatten die Sozialdemokraten ihre absolute Mehrheit verloren und waren deshalb bei der Regierungsbildung auf Partner angewiesen.

          Die neue Regierung unter Bürgermeister Klaus Wedemeier (SPD), die sich im Landesparlament auf eine satte Mehrheit von 62 der insgesamt 100 Mandate stützen konnte, scheiterte im Februar 1995. Sieben Monate vor dem Ende der Legislaturperiode sorgte der grüne Umweltsenator Ralf Fücks mit der um ein Vogelschutzgebiet entbrannten Affäre für ein Zerwürfnis mit der FDP.

          SPD, FDP und Bündnis 90 in Brandenburg

          In Brandenburg regierte Manfred Stolpe 1990 als Ministerpräsident mit einer Koalition von SPD, FDP und Bündnis 90. Das Bündnis 90, seinerzeit eine Listenvereinigung der DDR-Bürgerrechtsbewegungen Neues Forum und Demokratie Jetzt, ging erst 1993 in den bundesweiten Zusammenschluss Bündnis 90/Die Grünen ein. Die ebenfalls in einer Listenverbindung angetretenen Ost-Grünen hatten in Brandenburg mit nur 2,8 Prozent den Einzug ins Parlament verfehlt.

          Die Potsdamer Koalition zerbrach im März 1994, nachdem der Bündnis-Fraktionschef Günter Nooke vor einem Untersuchungsausschuss Stolpe der Lüge bezichtigt hatte.

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