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Studie zum Kalten Krieg : Amerikaner bezahlten Anschläge in der DDR

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Widerstand gegen das DDR-Regime: Diese Aufnahme stammt vom 17. Juni 1953. Bild: dpa

Sie tarnte sich als Menschenrechtsorganisation, verübte tatsächlich jedoch Anschläge, die dem DDR-Regime galten: Eine neue Studie untersucht die Aktivitäten der sogenannten „Kampfgruppe gegen die Unmenschlichkeit“.

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          Mehr als 25 Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges treten weitere Untergrund-Aktivitäten einer Widerstandsgruppierung zutage. So legt eine kürzlich im Böhlau Verlag erschienene Studie des Geschichtswissenschaftlers Enrico Heitzer nahe, dass die als Menschenrechtsorganisation getarnte Kampfgruppe gegen die Unmenschlichkeit (KgU) tatsächlich ein dichtes Spionagenetz aufbaute und zudem hunderte Sabotageakte in der DDR verübte. Das berichtet das Magazin „Der Spiegel“ in seiner kommenden Ausgabe.

          Unter dem Deckmantel der Gemeinnützigkeit und der Menschlichkeit hatte der von 1949 an von der amerikanischen CIA finanzierte Verein nicht, wie behauptet, Menschenrechtsverletzungen in der DDR dokumentiert und Opfern des SED-Regimes geholfen; stattdessen waren hunderte V-Männer für die KgU im Einsatz, Aktivisten beschädigten Strommasten und Telefonleitungen, zerstörten Maschinen und verursachten so Millionenschäden.

          Mehrere Brandanschläge in Leipzig aus dem Jahr 1951 gelten zudem als sicher von der KgU verübt. Ein vorbereitetes Attentat auf Schleusen und Eisenbahnbrücken konnte vor der Sprengung vereitelt werden. Bis zum Ende der Aktivitäten der KgU 1959 habe sich keine Aktion mit Todesfolge nachweisen lassen, wie der Autor der Studie beschreibt. Weil der amerikanische Geheimdienst aber den Geldfluss kappte, löste sich die Gruppierung auf.

          Sowohl die Stasi als auch der sowjetische Geheimdienst waren der KgU auf der Spur – von mindestens 1072 verhafteten Aktivisten erschossen die Sowjets mindestens 121, in der DDR wurden fünf von ihnen hingerichtet.

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