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Kampf gegen IS : Amerika will Irak schneller Waffen liefern

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Amerikanische Waffen haben diesen Kämpfern nicht geholfen, Ramadi zu halten. Trotzdem sollen sie nun schneller neue bekommen. Bild: AP

Nach der Einnahme der irakischen Stadt Ramadi durch die Terrormiliz „Islamischer Staat“, hat der amerikanische Vize-Präsident Biden zugesichert, das Land schneller mit neuen Waffen zu versorgen.

          Nach dem jüngsten Vorstoß der Dschihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) in Ramadi hat der amerikanische Vizepräsident Joe Biden dem irakischen Ministerpräsidenten Haidar al Abadi eine „anhaltende und beschleunigte“ Lieferung von Waffen zugesichert. Biden habe al Abadi in einem Telefonat die andauernde Unterstützung der Vereinigten Staaten für die Bemühungen der irakischen Regierung im Kampf gegen die IS-Miliz versichert, erklärte das Weiße Haus am Freitag. Er habe dem schiitischen Regierungschef zudem für seine „standhafte Führung“ und für die „Förderung der nationalen Einheit“ gedankt.

          Die Dschihadisten hatten am Freitag einen Behördenkomplex im Ramadi erobert. Die Hauptstadt der westlichen Provinz Anbar ist seit langem eine Hochburg der sunnitischen Aufständischen. Nachdem diese zu Beginn des jüngsten Konflikts im Januar 2014 einen Teil der Stadt erobert hatten, droht diese nun vollständig in ihre Hände zu fallen. Ein vollständiger Verlust der Stadt wäre ein schwerer Rückschlag für die Regierung, die kürzlich erklärt hatte, nach der weiter nördlich gelegenen Stadt Tikrit als nächstes Ramadi zurückerobern zu wollen.

          Die Bundeswehr hatte in der zurückliegenden Woche weitere Militärhilfen an die gegen den IS kämpfenden Kurden im Nordirak geliefert. Einer Mitteilung vom Freitag zufolge wurden fast 140 Tonnen Munition nach Arbil gebracht, darunter hundertausende Patronen für Gewehre, tausende Handgranaten und hunderte Panzerfaustgeschosse. Seit September versorgte Deutschland die Kurden bereits mit mehr als 1500 Tonnen an Waffen und Material. Die Bundeswehr beteiligt sich zudem an der Ausbildung der kurdischen Verbände. Zuletzt waren knapp 80 Soldaten im Einsatz.

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