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Alles nur Lug und Trug? : Zweimal Lügenpresse

Auch Bundespräsident Gauck übt Kritik an den Medien. Doch der Kontrast zur Behandlung des Themas im Fernsehen könnte größer nicht sein.

          Wetten, dass...Maischbergers illustre Talkrunde, die sich am Mittwochabend nach Einstimmung durch einen von Klischees und verzerrenden Verallgemeinerungen durchwirkten Spielfilm der „Lügenpresse“ annahm, mehr Aufmerksamkeit erfuhr als die Rede des Bundespräsidenten vom Donnerstag zum selben Thema?

          Die gebührenfinanzierte Verarbeitung in der ARD war eine nur dürftig in das Gewand der Selbstkritik gehüllte Annäherung an den Vorwurf, in „den Medien“ gebe es nur noch Lug und Trug, die hart an der Grenze zur Anbiederung entlangschrammte. Die Einschaltquote freilich stimmte. Auch Gauck übte Kritik an der journalistischen Zunft.

          Doch schrieb er jenen, die so leichtfertig und pauschal mit dem Nazi-Begriff „Lügenpresse“ und der „Gleichschaltung“ um sich werfen (dürfen) – auch im öffentlich-rechtlichen Fernsehen –, Sätze ins Stammbuch, die selbst den abgebrühtesten Talkshow-Matadoren die Schamesröte ins Gesicht treiben müssten. Auf die Ausstrahlung eines solchen Musterbeispiels einer differenzierten Betrachtung zur besten Sendezeit hofft man freilich vergeblich.

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