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Al-Nusra-Geiseln : In Syrien freigekommene Italienerinnen wieder in der Heimat

  • Aktualisiert am

Wieder auf italienischem Boden: Die beiden jungen Frauen bei ihrer Ankunft in Rom Bild: Reuters

Seit Juli vergangenen Jahres waren zwei junge Italienerinnen in der Gewalt der radikal-islamischen Al-Nusra-Front. Nun sind beide wieder in Rom, doch nicht in ganz Italien wird ihre Freilassung begrüßt.

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          Die beiden in Syrien aus der Gewalt von Terroristen freigekommenen Italienerinnen sind wieder in ihrer Heimat eingetroffen. Ein Flugzeug mit den beiden jungen Frauen an Bord landete am frühen Freitagmorgen auf dem Flughafen Rom-Ciampino, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa meldete. Am Donnerstag teilte die Regierung in Rom mit, sie seien wieder frei.

          Die beiden jungen Frauen zwischen 20 und 21 Jahren waren nach Angaben italienischer Medien als freiwillige Helferinnen in das Krisengebiet gereist. Die radikal-islamische Al-Nusra-Front, ein Ableger des Terrornetzwerks Al Qaida, hatte die Frauen nach eigenen Angaben im Juli im Norden Syriens entführt. Mehrere Monate hörten ihre Familien nichts von ihnen. Am 31. Dezember tauchte ein Video auf Youtube auf, das der italienische Geheimdienst als authentisch einstufte. Darin hatten sich die beiden jungen Frauen an ihr Land gewandt. „Wir sind in Gefahr, wir könnten getötet werden. Wir bitten unsere Regierung darum, uns nachhause zu bringen“, sagten sie darin nach Angaben von Ansa.

          Und die Regierung holte sie zurück, was nicht in ganz Italien auf Zustimmung trifft. Angeblich, so spekulierten verschiedene Medien, sei ein Lösegeld von bis zu zwölf Millionen Euro gezahlt worden. Der Politiker Matteo Salvini, Chef der Lega Nord, empörte sich über diese angebliche Lösegeldzahlung mit den Worten: „Wenn die Regierung zur Befreiung dieser beiden Syrien-Freundinnen zwölf Millionen bezahlt hätte, wäre das eine Schande.“

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