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Aktivere Außenpolitik : Michel und wie er die Welt sieht

Im politischen Schrebergarten der Nation wird Außenminister Steinmeier weit mehr Überzeugungsarbeit leisten müssen als auf seiner Botschafterkonferenz.

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          Die deutschen Botschafter und Botschafterinnen wird es freuen. Sie sollen nach dem Willen ihres obersten Dienstherrn künftig nicht nur Analysen ins Auswärtige Amt kabeln, sondern gleich auch Handlungsempfehlungen – die „aktivere Außenpolitik“, die nun schon mindestens zwei Väter und eine (jetzt achtfache) Mutter hat, macht’s möglich.

          Die Damen und Herren an der diplomatischen Front, die wissen, dass sich das Ausland oft weit weniger vor deutschen Aktivitäten fürchtet als Berlin, werden es an Ratschlägen nicht fehlen lassen. Doch konzipiert und unterstützt werden muss die Außenpolitik immer noch in Deutschland selbst. Um das dafür nötige breite Interesse und Verständnis ist es freilich nicht sonderlich gut bestellt.

          Der deutsche Michel fragt sich, warum er sich in der Welt engagieren soll, am Ende sogar noch militärisch, wo es bei ihm daheim doch gerade so gut läuft, ganz ohne solche „Abenteuer“. Im politischen Schrebergarten der Nation, nicht zuletzt in der Parzelle der SPD, wird Steinmeier viel mehr Überzeugungsarbeit leisten müssen als auf seiner Botschafterkonferenz.

          Berthold Kohler
          Herausgeber.

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