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Afghanistan : Zahir Schah regierte 40 Jahre lang

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Im November 1987 wusste Zahir Schah noch nicht, dass er eines Tages aus dem Exil nach Afghanistan zurückkehren würde. Bild: AP

Große Hoffnungen ruhen auf dem einstigen afghanischen Monarchen Sahir Schah, der 29 Jahre lang im Exil lebte. Bild für Bild.

          Vielen Afghanen gilt der 87-jährige frühere afghanische König Mohammed Zahir Schah als große Hoffnungsfigur in einem nach 23 Jahren Krieg verwüsteten und tief zerstrittenen Land. Die Älteren denken an die 40 friedvollen Jahre seiner Herrschaft, die Jüngeren haben die begeisterten Erzählungen ihrer Eltern im Kopf.

          „In der Zeit des Königs war Frieden“, sagt Hadschi Nasir Schamris, der sich mit seinen 36 Jahren wohl selbst allenfalls noch schemenhaft an die Zahir Schahs Regentschaft erinnern kann. „Unsere Leute dürsten nach Frieden. Deshalb wird ihn hier jeder als geliebten Menschen willkommen heißen“, sagt der junge Geschäftsmann aus Kabul.

          „Symbol der nationalen Einheit“

          Und mit seiner Meinung stehe er nicht alleine da. Seit vor etwa zwei Monaten erste Gerüchte über die Rückkehr des Königs aufkamen, habe er bereits 40 Porträts des Monarchen verkauft. „Ich freue mich - nicht nur weil der König zurückkommt, sondern auch über die Rückkehr von Politikern, Geschäftsleuten und Intellektuellen“, sagt der 35 Jahre alte Beamte Abdul Halim. „Der König ist das Symbol der nationalen Einheit, und seine Rückkehr ist ein Zeichen der Stabilität unseres Landes.“

          Erinnerungsfotos im römischen Exil: Neben dem Foto von Zahir Schah (links) steht eine Aufnahme seines Vaters, König Mohammed Nadir Schah, der Afghanistan von 1929 bis 1933 regierte.

          Dass Zahir Schah einen so guten Ruf quer durch die Generationen genießt, liegt wohl daran, wie überlegt und moderat er nach dem Tod seines Vaters 1933 an die Regierungsgeschäfte herangegangen war. In den 40 Jahren seiner Regentschaft herrschte in Afghanistan nicht nur Frieden, das Land machte auch Fortschritte auf dem diplomatischen Parkett, bei den Menschenrechten und bei der Gleichberechtigung der Frauen. Mitte der 60er Jahre führte der in Frankreich aufgewachsene König die konstitutionelle Monarchie mit Ansätzen parlamentarischer Kontrolle ein.

          Als Zahir Schah 1973 zu einer Kur nach Italien reiste, nutzte sein Vetter Mohammed Daud die Gunst der Stunde und putschte sich an die Staatsspitze. Der König verzichtete auf einen Machtkampf und blieb im Exil. Afghanistan aber versank nach und nach in einem Strudel der Instabilität und Gewalt.

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