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Afghanistan : Taliban greifen Präsidentenpalast an

  • Aktualisiert am

Gefahr gebannt: Afghanische Sicherheitskräfte stehen nach dem abgewehrten Angriff auf den Präsidentenpalast Wache Bild: AFP

Afghanische Sicherheitskräfte haben einen Angriff auf den Präsidentenpalast, das Innenministerium und die CIA-Zentrale in Kabul abgewehrt. Die Taliban bekennen sich zu der Tat.

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          Im Zentrum der afghanischen Hauptstadt Kabul ist es am Dienstagmorgen zu Kämpfen gekommen. Bewaffnete Angreifer lieferten sich in der Nähe des Präsidentenpalastes ein anderthalbstündiges Feuergefecht mit Sicherheitskräften. Mehrere Explosionen waren zu hören. Über dem Stadtzentrum stieg Rauch auf. Wie Kabuls Polizeichef Ayoub Salangi sagte, wurden vier Aufständische und damit alle Angreifer getötet.

          Die Taliban bekannten sich zu dem Angriff. Ein Sprecher teilte mit, Ziele seien der Präsidentenpalast, das Verteidigungsministerium sowie das Hotel Ariana gewesen. Das Hotel ist bekannt als Hauptquartier des amerikanischen Geheimdienstes CIA in Afghanistan. Von dem Gebäude stieg eine dunkle Rauchwolke auf.

          Der Überfall begann um 4.00 Uhr MESZ. Es war zunächst unklar, ob sich der afghanische Präsident Hamid Karzai zur Tatzeit in dem Gebäude aufhielt. Journalisten warteten zum Zeitpunkt des Anschlags in dem schwer bewachten Palast auf Karzai, der zu einem Pressetermin erscheinen sollte.

          „Vier Aufständische in einem Auto mit gefälschten Ausweiskarten wurden von den Sicherheitskräften identifiziert und getötet, bevor sie ihr Ziel erreichen konnten“, sagte Polizeichef Salangi. Die vier seien die einzigen Opfer gewesen. Einzelheiten nannte er nicht. Die Taliban behaupteten hingegen, dass auch eine Reihe von ausländischen und afghanischen Soldaten bei dem Angriff getötet worden sei.

          Zeugen berichteten von bis zu 16 Explosionen. Die Angreifer hätten sich ein Feuergefecht mit Angehörigen der Leibgarde von Präsident Karzai und Mitarbeitern des CIA-Büros geliefert.

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