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Afghanistan : Niebel warnt vor Strategiewechsel

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Bleibt gefährlich: Patrouille deutscher Isaf-Soldaten in Mazar-i-Scharif Bild: dpa

Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) hat vor einem Strategiewechsel in Afghanistan gewarnt. Unter Bezug auf den Tod eines deutschen Isaf-Soldaten am Samstag sagte Niebel: „Unsere Strategie bleibt trotz dieses tragischen Vorfalls richtig.“

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          Nach dem Tod eines Bundeswehrsoldaten in Afghanistan hat Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) vor einem Strategiewechsel gewarnt. Die Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte sei „der einzig wirksame Ansatz zur Übergabe der Verantwortung. So schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass wir uns mehr und mehr zurückziehen können,“, sagte Niebel in der „Passauer Neuen Presse“ vom Montag: „Unsere Strategie bleibt trotz dieses tragischen Vorfalls richtig.“

          Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel (FDP) will so weitermachen wie bisher.

          In Nordafghanistan war am Samstag nach knapp zwei Jahren ohne deutsche Todesopfer wieder ein Bundeswehrsoldat von Aufständischen getötet worden. Niebel bestätigte unter Bezug darauf, dass die Begleitung afghanischer Truppen im Rahmen des Ausbildungsauftrags gefährlich bleibe. Deshalb sei es wichtig, „dass wir auch nach Ende des Isaf-Mandats in Afghanistan gut ausgebildete und ausgerüstete Soldaten haben.“ Die zivile Entwicklungshilfe werde auch nach dem Abzug 2014 fortgesetzt, sagte Niebel.

          Bundeswehrverband: Einsatz bleibt brandgefährlich

          Der Bundesvorsitzende des Deutschen Bundeswehrverbandes, Oberst Ulrich Kirsch, hatte nach Bekanntwerden des tödlichen Vorfalls gesagt: „Ohne einer genaueren Untersuchung vorgreifen zu wollen, lässt sich feststellen: Die Ereignisse vom Wochenende zeigen, dass der Einsatz in Afghanistan trotz aller Fortschritte der afghanischen Sicherheitskräfte und aller Erfolge beim Aufbau einer selbsttragenden Sicherheit brandgefährlich bleibt. Auch die große Zahl gefallener alliierter und afghanischer Soldaten in der vergangenen Woche und am Wochenende beweist auf tragische Art und Weise, dass er jederzeit und überall Opfer fordern kann.“

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